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McLaren-Pilot Jenson Button wurde 2009 zum einzigen Mal in seiner Karriere Weltmeister © dpa Picture Alliance

Dreikampf um Platz zwei. Vor dem Saisonfinale in Brasilien hat Jenson Button die besten Karten.

München - Sebastian Vettel könnte eigentlich als Tourist zum großen Saisonfinale nach Brasilien reisen.

Nachdem sich der 24-Jährige vor einem Jahr in Abu Dhabi praktisch erst auf der Ziellinie zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte gekrönt hatte, sind vor dem letzten Rennen 2011 am Sonntag (Training, Fr., ab 13 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) in Sao Paulo die wichtigsten Entscheidungen längst gefallen.

Vettel steht schon seit Wochen als jüngster Doppel-Weltmeister fest, und Red Bull hat die Konstrukteurs-WM erneut gewonnen.

Button hält alle Trümpfe in der Hand

Die einzige offene Frage ist noch: Wer wird Vettels Kronprinz?

Gleich drei Fahrer streiten beim Großen Preis von Brasilien um den nicht offiziellen Titel des Vize-Weltmeisters.

Die besten Chancen besitzt McLaren-Pilot Jenson Button. Der Brite belegt in der Gesamtwertung mit 255 Punkten den zweiten Rang und hat damit schon zehn Zähler mehr auf dem Konto als der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) im Ferrari.

Kaum Hoffnungen darf sich Vettels Teamkollege Mark Webber (Australien) machen, der als WM-Vierter bereits 22 Punkte Rückstand auf Button hat.

Sieg über Hamilton

Einen Erfolg hat Button schon jetzt errungen. Sein zuvor favorisierter Teamkollege Lewis Hamilton kann ihn nicht mehr einholen.

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Der Brite hatte mit seinem Sieg in Abu Dhabi zwar einen versöhnlichen Abschluss nach einer für ihn verkorksten Saison, doch der derzeit fünfte WM-Rang ist für Hamilton eine herbe Enttäuschung.

Button kann seine Freude über den Triumph im internen Duell nicht verbergen: "Es ist immer schön, den Teamkollegen nach Punkten zu schlagen, weil du im gleichen Auto fährst."

Lob für Webber

Und ein wenig stolz ist Button, dass er es geschafft hat, Webber bislang hinter sich zu halten.

"Mark sitzt schließlich im Auto, das die Weltmeisterschaft gewonnen hat", sagt der Brite. Mit Webber zu kämpfen und dann vor ihm zu sein, sei ein tolles Gefühl, erklärte Button.

Auf seinen australischen Rivalen hält er dennoch große Stücke.

"Mark ist kein Versager, auch wenn dieses Jahr nicht ganz das erreicht hat, was Sebastian geschafft hat", betonte der Brite.

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