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Rubens Barrichello startete in seiner bisherigen Karriere bei 323 Formel-1-Rennen © imago

Hat Barrichello beim Heimrennen in Brasilien den letzten großen Auftritt in der Königsklasse? Wenn es nach Massa geht, dann ja.

München - Rubens Barrichello hat schon 323 Rennen auf dem Buckel und ist damit der dienstälteste Formel-1-Fahrer.

Den Helm will der 39-Jährige aber noch lange nicht an den Nagel hängen. Doch vor seinem Heimspiel am Sonntag in Sao Paulo (Freies Training, Fr., ab 13 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) empfiehlt ihm ausgerechnet Landsmann Felipe Massa den Rücktritt.

"Ich habe ihm den Rat gegeben, aufzuhören", wird der Ferrari-Pilot vom Internetportal "motorsport-total.com" zitiert.

Räikkönen und Sutil lauern

Barrichello steht derzeit bei seinem Arbeitgeber Williams auf dem Abstellgleis.

Das englische Team liebäugelt mit einer Rückkehr von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) und hat offenbar auch ein Auge auf Adrian Sutil geworfen, dessen Tage bei Force India gezählt sind.

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Da ist kein Platz mehr für Barrichello, es sei denn, er treibt noch zusätzliches Sponsorengeld auf.

Und gerade das ist es, was Massa ärgert.

"Es kann nicht sein, dass Barrichello nach Sponsoren sucht, damit er Rennen fahren kann - nicht nach allem, was er in der Formel 1 erreicht hat", sagt der Brasilianer und betont nochmals: "Ich habe ihm nicht geraten, aufzuhören, weil ich finde, dass er zu alt ist."

Letzte Ausfahrt Sao Paulo?

Massa wünscht sich einen würdevollen Abschied für Barrichello: "Ich habe ihm gesagt, er sollte aufhören und dieses letzte Rennen für ein ordentliches Ende nutzen."

Die Entscheidung liegt aber allein bei "Rubinho", das weiß auch Massa: "Er wird das tun, was seiner Meinung nach am besten für ihn ist. Als Freund werde ich ihn unterstützen und das Beste für ihn hoffen."

Rücktritt kein Thema

Trotz aller Diskussionen kommt für Barrichello selbst ein Rücktritt nicht infrage.

"Ich werde nächstes Jahr 40 und bin dann 20 Jahre in diesem Geschäft. Es ist also fast ein Muss, dass ich im nächsten Jahr dabei bin", sagte der Brasilianer dem britischen TV-Sender "BBC".

Deshalb werde er alles dafür tun, damit er auch im nächsten Jahr am Start ist.

"Liebe diesen Job"

Den Brasilianer stört es dabei offenbar nicht, dass zu seinen bisherigen elf Grand-Prix-Erfolgen vermutlich kein weiterer Sieg dazukommen wird.

Auf die Frage, warum er sich die Formel 1 überhaupt noch antue, anstatt das Privatleben zu genießen, hat Barrichello eine ganz einfache Antwort: "Ich mache diesen Job, weil ich ihn liebe. Und das will ich noch eine Weile voll und ganz genießen."

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