vergrößernverkleinern
Sebastian Vettel sicherte sich in der Brasilien-Quali die 15. Pole-Position © getty

Der Weltmeister kürt sich in Brasilien zum alleinigen Pole-König, nur Webber kann halbwegs folgen. Rosberg landet vor Schumi.

Sao Paulo - Sebastian Vettel platzte fast vor Stolz und zeigte mit den Fingern die neue magische Zahl: 15!

Mit einer wieder einmal beeindruckenden Runde hat sich der Formel-1-Weltmeister am Samstag in Sao Paulo zum Pole-König gekrönt und mit der 15. Pole-Position in einer Saison möglicherweise eine Marke für die Ewigkeit gesetzt (Zusammenfassung, ab 22.30 Uhr im TV auf SPORT1).

"Das war ein ganz besonderes Qualifying, anders als die anderen. Die Zahl 15 stellt etwas ganz besonderes dar, ich bin extrem stolz", sagte Vettel: "Ich habe den Meister geschnappt: Nigel Mansell. So etwas kann man sich am Anfang einer Saison nicht zum Ziel setzen. Das passiert einfach." (488065DIASHOW: Bilder des Qualifyings)

Vettel vor Webber und Button

Vettel verwies in 1:11,918 Minuten seinen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber aus Australien um fast zwei Zehntelsekunden auf den zweiten Platz, (DATENCENTER: Ergebnis Qualifying)

Startplatz drei ging an den britischen McLaren-Piloten Jenson Button, der beim Großen Preis von Brasilien (ab 16.45 Uhr im LIVE-TICKER) seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung hinter Vettel behaupten will.

[kaltura id="0_dnuokcxq" class="full_size" title="Der Kurs in Interlagos"]

Fast wie Sennas Serie

Ein Geheimnis für Vettels Qualifying-Künste gebe es nicht, sagte der Heppenheimer, der sich mit 25 Poles in zwei aufeinanderfolgenden Jahren fast auf dem Niveau des legendären Ayrton Senna bewegt. Der Brasilianer war 1988 und 1989 insgesamt 26 Mal von Platz eins in ein Rennen gestartet.

"Es ist nicht so einfach, alles in eine entscheidende Runde zu legen, aber ich habe es meistens geschafft", sagte Vettel: "Wenn man in die letzte Runde geht, ist das aufregend, man ist nervös. Man ist dann wie in einem Rausch."

Rosberg zweitbester Deutscher

Am Sonntag will Vettel sein außergewöhnliches Jahr noch mit einem Sieg abschließen und dort das Dutzend vollmachen, auch wenn Webber liebend gerne noch zumindest ein Rennen in diesem Jahr gewinnen würde.

Zweitbester Deutscher war am Samstag Mercedes-Pilot Nico Rosberg, der seinen Silberpfeil auf Startplatz sechs stellte.

Teamkollege Michael Schumacher verzichtete im dritten Qualifying-Teil auf eine schnelle Runde, um Reifen zu schonen, und geht von Rang zehn ins Rennen. "Michael war mit seinem Setup nicht zufrieden und konzentrierte sich deshalb aufs Reifensparen. Im Rennen ist aber mehr als Platz zehn für ihn drin", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der Rosberg einen "guten Job" bescheinigte.

Sutil will in die Top Ten

Zwischen die beiden Silberpfeil-Piloten auf Rang acht schob sich Adrian Sutil im Force-India-Mercedes. Timo Glock steht dagegen mit seinem Virgin-Cosworth auf dem 24. und damit letzten Startplatz.

Für Sutil geht es am Sonntag noch um den Sprung in die Top 10 der Abschlusswertung, was er in seiner Karriere bislang noch nicht geschafft hat. Er müsste dafür in die Punkteränge fahren. Holt er sogar vier Punkte mehr als Renault-Pilot Witali Petrow (Russland), würde er sogar noch auf Platz neun springen.

Glock im Pech

Für Glock dagegen war es ein "Katastrophen-Samstag".

Nachdem sein Auto im dritten freien Training noch "unfahrbar" war, hatten einige kleine Änderungen zwar noch Besserung gebracht, aber dennoch sprang nur der letzte Startplatz heraus.

Für Glock war es das schlechteste Qualifying des Jahres, erst zum vierten Mal in 19 Rennen startet er hinter seinem Teamkollegen Jerome d'Ambrosio.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel