vergrößernverkleinern
Alonso belegte in der Brasilien-Quali zum achten Mal in dieser Saison den fünften Platz © dapd

Alonso kommentiert seine Quali-Leistung mit einem Schuss Selbstironie. Mark Webber kann sich "leider nicht um Nigel kümmern".

München - Sebastian Vettel hat auch beim letzten Qualifying der Saison für den Höhepunkt gesorgt.

Der Weltmeister raste in der Brasilien-Quali (Bericht) ungefährdet zur 15. Pole-Position des Jahres und stellte damit eine neue Bestmarke auf. Seit dem Rennen in Abu Dhabi hatte er sich den Rekord noch mit Nigel Mansell teilen müssen. (488065DIASHOW: Bilder des Qualifyings)

Am nahesten kam dem 24-jährigen Überflieger noch sein Red-Bull-Kollege Mark Webber, der mit dem Platz in "Sebastians Windschatten" mehr als zufrieden war.

Die McLaren-Piloten haben einen Rennsieg trotz der Quali-Dominanz der "Bullen" noch nicht abgeschrieben: Jenson Button freute sich auf "gute Überholmöglichkeiten", Lewis Hamilton hoffte, Platz vier noch in "etwas Positives umwandeln" zu können. (DATENCENTER: Ergebnis Qualifying)

Fernando Alonso war hinter den beiden Top-Teams erneut der Beste vom Rest des Feldes. Dass er erneut auf seinem "Stammplatz" landete, nahm der Ferrari-Star mit Humor.

[kaltura id="0_dnuokcxq" class="full_size" title="Der Kurs in Interlagos"]

Nico Rosberg feierte den Sieg über Alonsos Stallgefährten, Michael Schumacher fuhr ein "strategisches Qualifying".

SPORT1 hat die Stimmen zur Quali in Sao Paulo zusammengestellt:

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 1:

"Das war ein ganz besonderes Qualifying. Ich bin extrem stolz, die Zahl 15 stellt etwas ganz besonderes dar. Ich habe den Meister geschnappt: Nigel Mansell. So etwas kann man sich am Anfang einer Saison nicht zum Ziel setzen. Das passiert einfach. Es ist nicht so einfach, alles in eine entscheidende Runde zu legen, aber ich habe es meistens geschafft. Wenn man in die letzte Runde geht, ist das aufregend, man ist nervös. Man ist dann wie in einem Rausch."

Mark Webber (Red Bull), Platz 2:

"Das heutige Qualifying verlief sehr gut. Wir waren am gesamten Wochenende ziemlich stark und haben das Maximale aus dem Auto herausgeholt. Es ist schön, in Sebastians Windschatten zu sein. Unglücklicherweise konnte ich mich nicht um Nigel kümmern und die Pole holen."

Jenson Button (McLaren), Platz 3:

"Für mich war es das beste Qualifying seit sechs Jahren in Brasilien. Ich werde versuchen, zum Ende der Saison noch einmal ein Ausrufezeichen zu setzen. Dieser Kurs lädt zu guten Überholmanövern ein. Nach Kurve eins gibt es eine gute Möglichkeit, und nach Kurve drei können wir DRS einsetzen. Ich hoffe, ich kann die beiden vor mir noch abfangen."

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 4:

"Es ist ein bisschen enttäuschend. Ich liege ein paar Zehntel hinter Jenson, es wäre also mehr im Auto drin gewesen. Darum bin ich mit meiner Leistung nicht zufrieden. Ich bin hier aber schon mehrfach als Vierter losgefahren - die Zahl hat mir bisher Glück gebracht. Vielleicht kann ich sie ja noch in etwas Positives umwandeln. Es wäre gut, wenn es regnen würde, denn wir sind momentan nicht schnell genug, um zu gewinnen."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 5:

"Mein Abonnement auf Platz fünf ist um einen Samstag verlängert worden. Wir haben heute mehr aus dem Auto herausgeholt, als wir erwartet haben. Deshalb ist es uns gelungen, Mercedes auf Distanz zu halten. Der Abstand auf McLaren ist geringer, als wir gedacht haben. Wenn es morgen regnet, kann es ein spannendes und offenes Rennen werden."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 6:

"Das war ein gutes Qualifying. Ich konnte einen Satz der Option-Reifen für das Rennen sparen. Außerdem bin ich vor einem Ferrari gelandet, das ist ein großes Ziel von mir gewesen. In Q3 haben die Reifen auf meiner schnellen Runde nicht so gut funktioniert, darum war ich nicht so schnell wie in Q2."

Adrian Sutil (Force India), Platz 8:

Die Balance des Wagens war großartig. Ich habe die Session wirklich genossen. Nur der Wind hat mir ein paar Probleme gemacht, aber ich habe meinen Fahrstil an die Umstände angepasst. Für das Rennen bin ich selbstbewusst. Es ist mein erklärtes Ziel, den neunten Platz in der Fahrer-WM zu erreichen."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 10:

"Es war ein strategisches Qualifying. Die Wahrscheinlichkeit, dass es morgen regnet, ist sehr hoch. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir uns alle Chancen offen gehalten. Wir müssen aber herausfinden, warum wir nicht so schnell waren, wie heute morgen. Dann sieht es im Rennen schon wieder anders aus, und wir können die Punkte attackieren."

Timo Glock (Virgin), Platz 24:

"Es war ein Katastrophen-Samstag. Das Auto hatte am Morgen keine Balance, es war unfahrbar. Im Qualifying waren wir etwas besser, aber ich konnte das Maximum leider nicht herausholen."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel