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Michael Schumacher konnte in seiner Formel-1-Karriere 91 Grands Prix für sich entscheiden © dapd

Michael Schumacher kritisiert Bruno Senna für den Crash in Brasilien. Adrian Sutil bejubelt "ein perfektes Wochenende". Stimmen.

München - Der krönende Abschluss ist ausgeblieben.

Doch auch wenn Sebastian Vettel den Großen Preis von Brasilien hinter Teamkollege Mark Webber "nur" als Zweiter beendete, unzufrieden war der Überflieger des Jahres 2011 nicht - oder wollte es zumindest nicht sein. (BERICHT: Vettel ausgebremst - Webber siegt)

Der leidgeprüfte Australier war nach seinem ersten Saisonerfolg überglücklich und kündigte bereits an, sich "im nächsten Jahr zu steigern und Sebastian mehr zu fordern". (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

Fernando Alonso wünschte sich, dass "Weihnachten bald vorbei ist", und Lewis Hamilton freute sich darauf, "wieder zu attackieren".

Crash-Opfer Michael Schumacher konnte sich einen Seitenhieb auf Bruno Senna nicht verkneifen. (488560DIASHOW: Bilder des Rennens)

Adrian Sutil, der aller Voraussicht nach sein letztes Rennen im Force-India-Boliden bestritt, beendete die Saison mit einem Ausrufezeichen.

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen in Sao Paulo.

Mark Webber (Red Bull), Platz 1:

"Sebastian hatte Probleme mit der Technik. Es wäre schön gewesen, es auf der Strecke auszufahren, aber so ist das eben. Die letzten Runden haben mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist immer schön, einen späten letzten Boxenstopp zu haben und die Leute so auf Distanz zu halten - das war ein guter Abschluss. Im nächsten Jahr will ich mich steigern und Sebastian mehr fordern."

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 2:

"Das war kein einfaches Rennen. Der Start war sehr gut, aber dann ist per Funk die Nachricht gekommen, dass wir ein Getriebeproblem haben. Ich habe Mark dann vorbeigelassen, um ihm die besten Chancen auf den Sieg zu geben. Ich wusste ja nicht, wie sich das Rennen entwickeln würde. Trotzdem wäre es falsch, jetzt unzufrieden zu sein. Mark hat den Sieg verdient."

Jenson Button (McLaren), Platz 3:

"Auf den weichen Reifen hatte ich keinen Speed. Deshalb bin ich die letzten beiden Stints mit den harten gefahren, das hat sehr gut funktioniert. Ferrari dagegen hatte Schwierigkeiten auf den harten Pneus. Ich bin die letzten Runden alle wie Qualifying-Runden gefahren, so habe ich es noch geschafft, Alonso einzuholen."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 4:

"Ich hatte einige interessante Kämpfe, insbesondere mit Jenson Button - und zu Beginn des Rennens auch mit Lewis Hamilton. Nach dem Reifenwechsel fehlte uns die Pace für einen Podiumsplatz. Mit den weichen Reifen waren wir ähnlich schnell unterwegs wie McLaren, aber auf der härteren Mischung sind wir zu langsam gewesen. Hoffentlich ist Weihnachten bald vorbei. Es wäre mir ganz recht, wenn morgen schon Februar wäre, und die Testarbeit mit dem neuen Auto beginnt."

Felipe Massa (Ferrari), Platz 5:

"Wir hatten sicherlich nicht das Auto, um hier um den Sieg oder das Podest zu kämpfen. Ich war auf eine Zweistopp-Strategie gepolt. Mir war von Anfang an klar, dass es im Trockenen nicht einfach werden würde."

Adrian Sutil (Force India), Platz 6:

"Das war ein perfektes Wochenende, bei dem alles nach Plan gelaufen ist. Das Team hat mir heute ein sehr gutes Auto hingestellt. Wir wussten, dass wir die Chance haben, Mercedes zu schlagen, und das haben wir auch geschafft. Ich freue mich sehr über Rang sechs. Damit stoße ich auf Rang neun in der Fahrerwertung vor, genau wie es mein Ziel war."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 7:

"Das war kein perfekter Saisonabschluss. Ich habe zwar gepunktet, habe aber ein besseres Resultat als Platz sieben erwartet. Mein Start war nicht gut. Weil die Streckentemperaturen sehr hoch waren, sind meine Reifen überhitzt. Deshalb musste ich während des gesamten Rennens sehr vorsichtig mit ihnen umgehen. Das hat sich dann natürlich auf meine Pace ausgewirkt."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 15:

"Der Unfall mit Bruno Senna war schade, aber so etwas passiert - vielleicht lag es an seiner mangelnden Erfahrung. Ohne diesen Zwischenfall hätten wir ein schönes Rennen fahren und eine solide Punkteankunft erzielen können. Aber nach der Kollision konnte ich nur so hart wie möglich kämpfen und auf Regen hoffen - der blieb allerdings aus. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Saison. Angesichts des großen Einsatzes, der in die Entwicklung des neuen Autos gesteckt wird, bin ich überzeugt, dass uns ein weiterer Schritt in Richtung Spitze gelingen kann."

Lewis Hamilton (McLaren), Ausfall:

"Es war ein interessantes Jahr, aber jetzt bin ich einfach nur froh, dass es vorbei ist. Es ist ein bisschen schade, dass wir keine Extrapunkte mehr holen konnten, aber ansonsten habe ich das Rennen genossen. Ich habe versucht, Massa zu überholen, aber wegen der Getriebeprobleme konnte ich aus den Kurven heraus nicht beschleunigen. Es gibt viele Dinge, die ich verbessern muss. Ich freue mich darauf, im nächsten Jahr wieder zu attackieren."

Timo Glock (Marussia-Virgin), Ausfall:

"Ich weiß nicht, wie man den Boxenstopp so verhauen und mich dann auch noch rausschicken kann. Das Rad war einfach nicht drauf. Mehr kann ich nicht dazu sagen. Es ist ärgerlich, dass man nach zwei Jahren in der Formel 1 noch solche Fehler macht."

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