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Mark Webber (v.) feierte beim Großen Preis von Brasilien seinen ersten Saisonsieg © getty

Die internationalen Medien sehen eine Demonstration der Stärke von Red Bull. Italienische Zeitungen wittern Verschwörung.

Sao Paulo - Die italienischen Medien wittern nach dem letzten Rennens der Saison in Brasilien (Rennbericht) eine Verschwörung.

Weltmeister Sebastian Vettel hatte seinen Teamkollegen Mark Webber - augenscheinlich wegen eines Getriebeschadens - passieren und den Sieg überlassen müssen. Für Webber war es der erste Sieg des Jahres, er überholte damit noch Ferrari-Pilot Fernando Alonso als Dritten der WM-Wertung. 488560(DIASHOW: Bilder des Rennens)

"Sie reden von Problemen mit der Schaltung, doch dahinter steckt eine Stallorder", schrieb die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera".

Und die "Repubblica" unterstellte Vettel gar, er habe ein viel zu offensichtliches Täuschungsmanöver hingelegt. (BERICHT: Seriensieger in Spendierhosen).

"Vettel ist ein Monster-Pilot, über seine Cleverness lässt sich manchmal streiten", hieß es dort: "Rennstall-Richtlinien sind allgemein akzeptiert, doch Vettel sollte nicht stundenlang seine Schaltung verteufeln".

SPORT1 dokumentiert die internationalen Pressestimmen:

ITALIEN

Corriere della Serra: "Sie reden von Problemen mit der Schaltung, doch dahinter steckt eine Stallorder. Kannibale Vettel macht seinem Teamkollegen Webber ein Geschenk und lässt ihm den letzten Krümel eines riesigen Festmahls. Vettel begnügt sich mit elf Erfolgen und erspart Webber einen Gang zum Psychologen." (SERVICE: Das Rennergebnis)

Repubblica: "Vettel ist ein Monster-Pilot, über seine Cleverness lässt sich manchmal streiten. Seine Schaltung hatte nur über einige Kilometer Probleme, doch das reicht, um Webber den Sieg zu überlassen. Rennstall-Richtlinien sind allgemein akzeptiert, doch Vettel sollte nicht stundenlang seine Schaltung verteufeln".

Gazetta dello Sport: "Vettel liefert ein Geschenk für Webber, der den letzten Sieg verdient hat. Für Red Bull war dies eine Saison zum Einrahmen. Vettel ist ein unglaublicher Pilot, der keine Fehler mehr macht. Das breite Publikum hat wahrscheinlich noch nicht begriffen, wie stark Vettel ist, und wie sehr er an Sicherheit, Ausgewogenheit, an Charisma im Team und Genauigkeit beim Fahren gewonnen hat."

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Corriere dello Sport: "Endlich ist die Saison zu Ende. Vettel kann sich endlich ausruhen. Während der gesamten Saison hat er keine Fehler gemacht. Für Ferrari ist eine Qual zu Ende."

Tuttosport "Das Jahr endet mit einer Rekordzahl an Pole-Positionen, ein Zeichen von Vettels Souveränität, die niemand bestreiten kann."

BRASILIEN

Folha de Sao Paulo: "Vettel erlebte in einer Art, die er sich nicht gewünscht hätte, Erinnerungen an Ayrton Senna in Interlagos. Im schlechtest besuchten Brasilien-GP seit 1972 brachten die 71 Runden nicht die gleiche Aufregung, die wir in den meisten der anderen 18 Rennen dieser Saison gesehen haben. Mit beiden schon seit Monaten entschiedenen Meisterschaften und Brasilianern ohne Chancen brachte der Grand Prix wenige Attraktionen."

Lance: "Die Erwartung an ein emotionsreiches Rennen hat sich nicht erfüllt. Der vorausgesagte Regen kam nicht, und so lachten am Ende nur die Red Bulls, die ihre Dominanz seit 2009 auf dieser Strecke bestätigten. Sie waren die einzigen, die glücklich aus Interlagos weggingen."

O Estado de Sao Paulo: "Das Jahr endet mit einem neuen Spaziergang von Red Bull. Ein Getriebedefekt bei Vettel erlaubt den ersten und einzigen Sieg von Webber 2011. Der dritte Dpppelsieg von Red Bull in diesem Jahr zeigt den eindrucksvollen technischen Vorteil gegenüber allen anderen Gegnern."

ENGLAND

The Sun: "Um ehrlich zu sein, das war eine wahrhaft meisterliche Fahrt von Vettel, der das Auto trotz der Getriebeprobleme auf Platz zwei gefahren hat.

Mirror: "Mark Webber, der das ganze Jahr über im Schatten von Sebastian Vettel stand, hatte endlich seinen Tag auf der Sonnenseite. Es gab dunkle Gerüchte im Paddock, dies sei als Dank für den Australier vom Team inszeniert gewesen - aber das ist weit entfernt von der Wahrheit."

The Independent: "Das nächste Rennen, die nächste Vernichtung. Red Bull hat zum Abschluss noch einmal eine Demonstration seiner Stärke hingelegt, Mark Webber und Sebastian Vettel haben die Konkurrenz in Grund und Boden gefahren."

ÖSTERREICH

Kurier: "Es war ein versöhnlicher Abschluss einer verpatzten Saison. Heuer hatte Mark Webber nicht den Funken einer Chance gegen seinen Red-Bull-Teamkollegen Sebastian Vettel gehabt. Doch am Sonntag gewann der Australier den Grand Prix von Brasilien, begünstigt durch technische Probleme bei seinem Teamkollegen."

Der Standard: "Das Problem im Schaltkasten führte dazu, dass Vettel Mark Webber vorbeilassen musste. Das war auch ganz im Sinn der Mannschaft, schließlich besaß der Australier noch die theoretische Chance, den zweiten Platz in der WM-Wertung zu übernehmen. Doch es nützte nichts."

FRANKREICH

L'Equipe: "Nach 18 Rennen im Schatten von Sebastian Vettel ist Mark Webber im letzten Lauf des Jahres endlich herausgetreten. Natürlich hat er von einem Getriebeproblem des Deutschen profitiert, aber auf die gesamte Saison gesehen ist dieser Sieg verdient. Er belohnt einen idealen Teamkollegen, der maßgeblich zu einer erstaunlichen Saison von Red Bull beigetragen hat."

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