"Teaminterne" Probleme: Vettel erwartet keine Wunder
Manama - Weltmeister Sebastian Vettel hat im Arbeitsablauf noch "teaminterne" Probleme erkannt und rechnet nicht mit der baldigen Rückkehr zur Dominanz.
"Man kann in einer Woche keine Wunder erwarten", sagte der Champion der vergangenen beiden Jahre, der nach Rang fünf in der Vorwoche in Schanghai auch nur Fünfter der WM-Wertung ist ( DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).
"Wir haben alle nicht erwartet, dass es so weitergeht wie im letzten Jahr. Man kriegt nix geschenkt", sagte Vettel vor dem Grand Prix von Bahrain: (1. Freies Training, Fr., ab 9 Uhr im LIVE-TICKER)
"Wir sind im Moment nicht so stark wie im letzten Jahr. Und vielleicht machen wir auch einfach mehr Fehler, die mehr ins Gewicht fallen, wenn es eng zugeht."
"Kleine Flüchtigkeitsfehler"
Mit den Fehlern meine er "Dinge, bei denen es teamintern vielleicht nicht so glatt läuft. Kleine Flüchtigkeitsfehler, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so auffallen. Vielleicht sind wir beim Pitstop noch nicht so konstant wie im letzten Jahr oder bei anderen Dingen in der Garage, die von außen nicht sofort auffallen."
Über mangelndes Vertrauen in sich und das Auto, wie Red-Bull-Berater Helmut Marko unter der Woche gemutmaßt hatte, leide er aber nicht, versicherte der Weltmeister.
Rückstand nicht gravierend
"Es sind erst drei Rennen vorbei. Es gibt keinen Grund, die Dinge auf den Kopf zu stellen und das Schiff zu verlassen", meinte er. Aufgrund der Ausgeglichenheit des Feldes sei der Rückstand noch nicht gravierend:
"Es ist noch kein Team dabei, das klar vor allen anderen liegt. Vielleicht ist McLaren am schnellsten und konstantesten, aber zuletzt in Schanghai haben sie auch nicht das geholt, was alle erwartet haben." (DATENCENTER: WM-Stand Teams).
Entscheidende Wochen
In jedem Fall "entscheiden die nächsten Wochen, wohin unser Weg geht". In Bahrain wird Vettel wieder zur neuen Auspuffvariante zurückgehen, auf die er in Schanghai zugunsten der alten verzichtet hatte.
"Wir haben uns zusammen so entschieden, weil wir glauben, dass es das Beste ist. Es ist jetzt aber natürlich wieder eine große Änderung für mich", sagte er: "Aber wir haben wichtige Informationen bekommen und irgendwann werden wir das Ganze dann zusammengesetzt haben."
Irritiert über Anschlag
Von dem Vorfall rund um das Force-India-Team, dessen Mechaniker nur knapp einem Anschlag entgingen, zeigte sich Vettel irritiert. "Mir ist so etwas noch nicht passiert. Und ich hoffe, dass mir so etwas nie passieren wird in Zukunft", sagte der Red-Bull-Pilot.
Grundsätzlich sehe er in Bahrain aber "kein großes Problem. Im Fahrerfeld ist es sowieso kein Problem. Außerhalb kann es vielleicht ein Risiko sein". Er hofft jedenfalls, dass "wir ab jetzt vielleicht über die Dinge reden, die wirklich wichtig sind. Es wird Zeit, dass unser Sport losgeht".