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Fernando Alonso wurde in Silverstone Zweiter, bleibt in der WM-Wertung aber vorn © getty

Silverstone-Sieger Mark Webber wird von den Medien gefeiert und sei nun Alonsos "stärkster Rivale in der Meisterschaft".

München - Obwohl Fernando Alonso den Silverstone-Grand-Prix 48 Runden lang anführte, fand das Rennen mit Mark Webber einen würdigen Sieger (Bericht).

Für die englischen Medien ist der Erfolg des gebürtigen Australiers, der seit 1995 in England lebt, ein halber Heimsieg (583861DIASHOW: Bilder aus Silverstone).

"Ein heimischer Held hat seinem Team den Sieg gebracht", schreibt "The Independent".

Laut "The Guardian" hätten die Fans "das Zweitbeste" bekommen und Webber den Sieg von ganzen Herzen gegönnt.

Die italienischen Blätter trauern der verpassten Chance für Alonso zwar nach, freuen sich aber über die verteidigte WM-Spitze (DATENCENTER: Das Renn-Ergebnis).

Doch der Ferrari-Pilot müsse nun aufpassen - Webber sei jetzt sein stärkster Rivale in der Meisterschaft.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zum England-Grand-Prix zusammen:

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Alonso denkt positiv. Das ist der richtige Weg, auch wenn Webber besser abschneidet. Der Spanier verfehlt den Sieg im Finale, doch Ferrari flößt Respekt ein. Vettel beweist wieder all sein Talent, doch nach Webbers Sieg hätte er am liebsten geweint."

Corriere dello Sport: "Am Ende bewahrt Alonso seinen Platz an der Spitze der WM. Doch er hat ein wenig an Sicherheit verloren. Ferrari zeigt, dass es wieder wettbewerbsfähig ist, doch Webber hat den Sieg voll verdient."

Tuttosport: "Webber siegt und Vettel schaut einfach zu. Alonso muss sich mit Platz zwei begnügen, doch Ferrari hat jetzt wirklich konkrete Chancen, die WM zu gewinnen."

La Repubblica: "Halbes Fest für Ferrari. Alonso belegt nicht den ersten Platz, bleibt jedoch an der WM-Spitze. McLaren will noch im Rennen um den Titel bleiben, doch die Engländer müssen sich beeilen. Die WM schreitet voran, und bald wird es keine Zeit mehr für Aufholjagden geben." (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Corriere della Sera: "Alonso muss sich jetzt vor Webber in Acht nehmen, der zu seinem stärksten Rivalen in dieser Meisterschaft aufgerückt ist. Vettel kann seinen Unmut wegen Webbers Erfolg nicht verheimlichen. Der Kampf um den Titel ist noch offen."

ENGLAND

The Independent: "Webber ergreift die letzte Chance für den perfekt getimten Sieg. Ein heimischer Held hat seinem Team den Sieg gebracht. Der Grand Prix von Großbritannien fand seinen verdienten Sieger, auch wenn keine britische Marke oder gar ein britischer Fahrer etwas damit zu tun hatte."

The Times: "Webber spielt den Local Hero und bringt Alonso zur Strecke. Schließlich bekamen die Fans doch noch ihren Heimsieg. Mark Webber aus Aston Clinton in Buckinghamshire, Besitzer eines Restaurants in Mentmore und überhaupt ein guter Kerl, gewann den Grand Prix von Großbritannien vor einem vollen Haus in Silverstone mit geschätzt 125.000 Fans."

The Guardian: "Der Sieger bekommt die Anerkennung der Anhänger-Basis. Die Fans in Silverstone wurden nicht mit einem Sieg eines britischen Fahrers für ein Wochenende voller Regen entschädigt. Sie bekamen aber das Zweitbeste. Die Fans gönnten den Sieg Mark Webber von ganzen Herzen."

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