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Michael Schumacher gab 2010 bei Mercedes sein Comeback in der Formel 1 © getty

Michael Schumacher moniert in Hockenheim den Reifenverschleiß seines Boliden. Vettel verteidigt sich vergeblich. Die Stimmen.

München - Sebastian Vettel hat beim Großen Preis von Deutschland den Heimsieg erneut verpasst (Bericht) und seinen Red Bull als Zweiter hinter Fernando Alonso ins Ziel gesteuert.

Da sein Überholmanöver kurz vor Schluss gegen Jenson Button von der Rennkommission allerdings als regelwidrig angesehen wurde, musste der Weltmeister ein 20-sekündige Zeitstrafe hinnehmen und landete schließlich nur auf Platz fünf. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

"Das Letzte, was man da haben will, ist natürlich eine Kollision. Ich versuchte, ihm genug Platz zu lassen. Dabei schoss ich über den Streckenrand hinaus. Die Entscheidung der Stewards werde ich akzeptieren", verteidigte sich der amtierende Weltmeister nach dem Rennen - vergebens.

Schumi von drei auf sieben

Michael Schumacher konnte seine gute Ausgangsposition von Quali-Rang drei nicht nutzen und landete am Ende auf Platz sieben (589527DIASHOW: Bilder des Rennens).

"Unser Auto braucht eben mehr schwarzes Gold als andere", monierte der siebenmalige Weltmeister einmal mehr den starken Reifenverschleiß seines Boliden.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Deutschland-GP zusammen:

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 1:

"Wir waren gestern unter nassen Bedingungen konkurrenzfähig. Heute von der Pole zu starten, war der Schlüsselfaktor, denn es war schwierig zu überholen. Wir waren vielleicht nicht die Schnellsten, aber wir konnten unsere Position behaupten. Ich habe das Rennen genossen."

Jenson Button (McLaren), Platz 2:

"Ich bin glücklich, denn wir haben gute Arbeit geleistet und hatten eine gute Geschwindigkeit. Momentan gibt es keinen, der schneller ist als wir. Wir können in den nächsten Rennen um den Sieg mitfahren. Sebastian Vettels Manöver war eine ziemlich klare Angelegenheit: die Regeln besagen, dass man nicht neben die Strecke fahren kann, um sich dort einen Vorteil zu verschaffen. Tatsache ist, dass es für ihn vor dem Ende des Rennens mehr Möglichkeiten gegeben hätte, da meine Hinterreifen am Ende waren."

Kimi Räikkönen (Lotus), Platz 3:

"Wenn wir gestern im Nassen etwas mehr Geschwindigkeit gefunden hätten, vielleicht wären wir dann von weiter vorne gestartet und hätten die Führenden unter Druck setzen können. Aber so war es das dann gewesen. Mit Sicherheit hatten wir uns hier etwas mehr erhofft, aber das Auto hat während des Rennens gut funktioniert, und wir haben immer noch ein paar Punkte für das Team geholt. Das sind ein paar positive Dinge, die wir für das kommende Wochenende mitnehmen können."

Kamui Kobayashi (Sauber), Platz 4:

"Ich freue mich sehr für das Team, dass wir endlich wieder ein gutes Ergebnis geholt haben. In den zurückliegenden zwei Rennen hatten wir viel Pech und gestern ein schlechtes Qualifying. Unser Auto ist wirklich stark, vor allem auf trockener Strecke."

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 5:

"Ich war mir nicht sicher, ob er noch immer auf der Innenseite war oder nicht. Und das Letzte, was man da haben will, ist natürlich eine Kollision. Ich konnte ihn nicht sehen. Ich versuchte, ihm genug Platz zu lassen. Dabei schoss ich über den Streckenrand hinaus. Die Entscheidung der Stewards werde ich akzeptieren. Trotzdem habe ich alles gegeben und habe gekämpft wie ein Löwe. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr. Irgendwann muss es ja mal klappen."

Michael Schumacher (Mercedes), Platz 7:

"Es ist nie toll, wenn man im Vergleich zur Quali Plätze verliert. Obwohl man richtig kämpft und alles dafür tut, um das Maximum aus dem Auto herauszuholen, reicht es dann doch nicht, um die Platzierung zu behalten oder sich nach vorne zu kämpfen. Mein Ziel war ein Platz zwischen fünf und sieben. Dass es nun der Siebte ist, ist natürlich blöd. Ich habe alles rausqequetscht, aber mehr war einfach nicht drin. Schade, ich hätte den Fans gerne mehr gegeben. Unser Auto braucht eben mehr schwarzes Gold als andere."

Nico Hülkenberg (Force India), Platz 9:

"Es war ein langes Rennen. Viele Augen im Rückspiegel. Ich habe eigentlich fast nie angegriffen, nur einmal, als ich frische Reifen hatte. Sonst habe ich eigentlich nur verteidigt und nach hinten gucken müssen. Es war kein einfaches Rennen."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 10:

"Es war natürlich cool mit den Überholmanövern heute, weil ich sehr viele überholt habe. Manche sogar mehrfach. Es ist ok als Zehnter ins Ziel zu kommen, wenn man vom 21. Platz startet und noch einen Punkt mitnehmen kann. Dennoch waren die letzten paar Wochen ernüchternd und jetzt muss ich sehen, dass wir das in Ungarn hinkriegen und viel weiter vorne in den Punkten landen werden. Als Team müssen wir schauen, dass wir wieder vorwärts kommen."

Timo Glock (Marussia), Platz 22:

"Für mich war es kein berauschendes Wochenende. Obwohl es mein Heimrennen war, wurde mir schon früh klar, dass ich das heute vergessen kann. Ab der zehnten Runde war das Auto nicht mehr in der richtigen Balance und daher sehr schwer zu fahren. Auf den Geraden fehlte es mir an Topspeed und gegen Ende des Rennens bekam ich ein Problem mit dem Differenzial. Dadurch fiel ich noch weiter zurück. Es war ganz sicher kein Rennen, an das ich noch lange zurückdenken werde."

Christian Horner (Teamchef Red Bull):

"Die Strafe ist dem Vergehen nicht angemessen. Aber leider war es die einzige mögliche Strafe, die die FIA in ihrem Reglement vorgesehen hat. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun (auf die Frage, ob es Zusammenhang zwischen den Vorwürfen der FIA kurz vor Rennbeginn gebe, Anm. d. Red.)."

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