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Vettel im Training top - Schumi nur Elfter
Der Champion ist auch in der zweiten Singapur-Session nicht zu stoppen. Button wird vor Alonso Zweiter. Bei Mercedes läuft es nicht rund.
Singapur - Als "blinkende Discokugel" hat Weltmeister Sebastian Vettel zum Auftakt des Formel-1-Wochenendes von Singapur (Qualifying, Sa., ab 14.45 Uhr im
LIVE-TICKER) ein klares Zeichen gesendet, nun will er sich zum Siegen "in die Nacht stürzen":
Der Red-Bull-Pilot, aktuell nur Vierter der WM-Wertung war am Freitag mit einem blinkenden Helm in beiden Trainingseinheiten der Schnellste. (
DATENCENTER: Das Trainings-Ergebnis)
Damit nährte der 25-Jährige unter dem Nachthimmel von Singapur die Hoffnung, im asiatischen Stadtstaat tatsächlich die geplante Aufholjagd starten zu können.
Vettel zeigte sich danach für einen Freitag ungewöhnlich zufrieden.
"Es ist schwer, die Zeiten hier einzuschätzen, aber wir sind vorne bei der Musik, das Auto macht keine Probleme, und deshalb läuft alles gut", sagte der 25-Jährige: "Jetzt werden wir uns in die Nacht stürzen und schauen, was dabei rauskommt." (DIASHOW: Die Bilder des Trainings)
Qualifying sehr wichtig
Das Blinken des Helmes, der für 3500 Euro umgebaut wurde und dessen batteriebetrieben Mini-Lichter bei Erschütterung flackern, habe keine besondere Bedeutung.
"Nur, dass es auffällt, und das ist gelungen", sagte Vettel schmunzelnd: "Ich blinke wie eine Discokugel."
Nachdem in den vergangenen drei Jahren stets der Fahrer von der Pole gewonnen hat, kommt wohl auch dem Qualifying schon große Bedeutung zu.
"Idealerweile startet man von vorne, aber dafür gibt es noch viel zu tun", sagte Vettel.
Vierkampf um die Konstrukteurswertung
39 Punkte wettmachen
In den verbliebenen sieben Rennen muss Vettel 39 Punkte auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Ferrari) wettmachen, der am Freitag die drittbeste Zeit hinter McLaren-Pilot Jenson Button fuhr. (
DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)
Der WM-Zweite Lewis Hamilton kam im McLaren nur auf Rang fünf hinter Vettels Teamkollege Mark Webber.
Sport1 Quiz
10 Fragen zum Singapur-GP
Teamchef Christian Horner gab dem Weltmeister ebenfalls mit, in den verbleibenden Saisonrennen alles auf eine Karte zu setzen.
"Die Strategie ist einfach: Wir müssen jetzt angreifen", sagte der Brite: "Jetzt gibt es nur noch Schlüsselrennen. Und deshalb gibt es ab jetzt nur noch Vollgas."
Mercedes mäßig
Noch nicht wirklich ausgezahlt hat sich für Mercedes der Einsatz des neuen Auspuff-Systems, das beim Young-Drivers-Award kürzlich in Le Mans eine vielversprechende Premiere gefeiert hatte.
Nico Rosberg kam auf Rang acht, Rekordweltmeister Michael Schumacher auf Platz elf.
Weltmeister seit 1950
2012
Sebastian Vettel (Deutschland, Red Bull Racing)
2011
Sebastian Vettel (Deutschland, Red Bull Racing)
2010
Sebastian Vettel (Deutschland, Red Bull Racing)
2009
Jenson Button (England, Brawn GP)
2008
Lewis Hamilton (England, McLaren-Mercedes)
2007
Kimi Räikkönen (Finnland, Ferrari)
2006
Fernando Alonso (Spanien, Renault)
2005
Fernando Alonso (Spanien, Renault)
2004
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2003
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2002
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2001
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2000
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
1999
Mika Häkkinen (Finnland, McLaren-Mercedes)
1998
Mika Häkkinen (Finnland, McLaren-Mercedes)
1997
Jacques Villeneuve (Kanada, Williams-Renault)
1996
Damon Hill (England, Williams-Renault)
1995
Michael Schumacher (Deutschland, Benetton-Renault)
1994
Michael Schumacher (Deutschland, Benetton-Ford)
1993
Alain Prost (Frankreich, Williams-Renault)
1992
Nigel Mansell (England, Williams-Renault)
1991
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1990
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1989
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Honda)
1988
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1987
Nelson Piquet (Brasilien, Williams-Honda)
1986
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Porsche)
1985
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Porsche)
1984
Niki Lauda (Österreich, McLaren-Porsche)
1983
Nelson Piquet (Brasilien, Brabham-BMW)
1982
Keke Rosberg (Finnland, Williams-Ford)
1981
Nelson Piquet (Brasilien, Brabham-Ford)
1980
Alan Jones (Australien, Williams-Ford)
1979
Jody Scheckter (Südafrika, Ferrari)
1978
Mario Andretti (USA, Lotus-Ford)
1977
Niki Lauda (Österreich, Ferrari)
1976
James Hunt (England, McLaren-Ford)
1975
Niki Lauda (Österreich, Ferrari)
1974
Emerson Fittipaldi (Brasilien, McLaren-Ford)
1973
Jackie Stewart (Schottland, Tyrrell-Ford)
1972
Emerson Fittipaldi (Brasilien, Lotus-Ford)
1971
Jackie Stewart (Schottland, Tyrrell-Ford)
1970
Jochen Rindt (Österreich, Lotus-Ford)
1969
Jackie Stewart (Schottland, Matra-Ford)
1968
Graham Hill (England, Lotus-Ford)
1967
Denis Hulme (Neuseeland, Brabham-Repco)
1966
Jack Brabham (Australien, Brabham-Repco)
1965
Jim Clark (Schottland, Lotus-Climax)
1964
John Surtees (England, Ferrari)
1963
Jim Clark (Schottland, Lotus-Climax)
1962
Graham Hill (England, BRM)
1961
Phil Hill (USA, Ferrari)
1960
Jack Brabham (Australien, Cooper-Climax)
1959
Jack Brabham (Australien, Cooper-Climax)
1958
Mike Hawthorne (England, Ferrari)
1957
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Maserati)
1956
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Ferrari)
1955
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Mercedes)
1954
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Maserati/Mercedes)
1953
Alberto Ascari (Italien, Ferrari)
1952
Alberto Ascari (Italien, Ferrari)
1951
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Alfa Romeo)
1950
Dr. Nino Farina (Italien, Alfa Romeo)
"Wir haben noch Arbeit vor uns und werden die Nacht nutzen, um anhand der Daten zu prüfen, wo es Potenzial zur Verbesserung gibt", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.
Hülkenberg Siebter
Nico Hülkenberg belegte im Force-India-Mercedes Rang sieben, Timo Glock kam im Marussia auf Platz 19.
In der WM-Wertung führt Alonso mit 179 Punkten vor Hamilton (142), dem Finnen Kimi Räikkönen (141), der am Freitag auf Rang zwölf kam, und Vettel (140).