Vettel-Fiesta: Nächster Sieg und Führung in der WM
Yeongam - Weltmeister Sebastian Vettel ist beim Großen Preis von Südkorea der Konkurrenz erneut auf und davon gefahren und hat erstmals seit dem 27. Mai wieder die Führung in der WM-Wertung übernommen.
"Yoohooooo, yes. Danke Jungs für die fantastische Arbeit", brüllte Vettel via Boxenfunk, nachdem ihm Südkoreas neuer Rap-Star "Psy" um 16.40 Uhr Ortszeit mit der schwarz-weiß-karierten Flagge abgewunken hatte. (DIASHOW: Bilder des Rennens)
Vettel bestimmte das Geschehen auf dem 5,615 km langen Kurs nach Belieben und feierte am Ende seinen dritten Sieg nacheinander und den insgesamt vierten in dieser Saison. ( DATENCENTER: Das Renn-Ergebnis)
"Ein fantastisches Rennen"
"Ich bin sehr zufrieden, es war ein fantastisches Rennen. Gegen Ende habe ich gespürt, dass die Reifen gehalten haben. Wir waren in der Lage, den Vorsprung zu verteidigen", freute sich Vettel.
Alonso wirkte dagegen etwas frustriert: "Red Bull ist im Moment sehr schwer zu schlagen. Wir müssen noch einen Schritt nach vorne machen und hoffen auf vier gute Rennen."
Vettel sechs Punkte vorne
Im WM-Klassement hat der Champion nun sechs Punkte Vorsprung auf den in Sükorea drittplatzierten Spanier Fernando Alonso.
Als Zweiter machte Mark Webber den Red-Bull-Doppelsieg perfekt.
Sebastian Vettel lieferte eine Woche nach seinem Triumph in Japan erneut eine nahezu fehlerfreie Leistung ab und wiederholte seinen Vorjahressieg. Von Platz zwei gestartet, übernahm der Heppenheimer noch vor der ersten Kurve die Führung und gab sie anschließend nicht mehr her.
Schnelles Polster auf die Konkurrenz
Der 25-Jährige schaffte sich schnell ein Polster auf die Konkurrenz und sicherte sich bereits den 25. Sieg seiner Karriere. Damit zog er nach Triumphen mit den ehemaligen Größen Niki Lauda (Österreich) und Jim Clark (Schottland) gleich.
Außerdem machte Vettel einen ganz wichtigen Schritt in Richtung seines dritten WM-Titels in Serie. Vier Rennen vor Saisonende führt er in der Gesamtwertung mit sechs Punkten vor Alonso, der zwischenzeitlich schon mit 44 Zählern vorne gelegen hatte. Dritter ist Kimi Räikkönen mit 48 Punkten Rückstand auf Vettel. ( DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)
Der Deutsche hat jetzt beste Chancen, jüngster Dreifach-Weltmeister der Geschichte zu werden - zudem konnten nur Juan Manuel Fangio und Michael Schumacher jemals drei Titel in Serie gewinnen.
Mercedes punktlos
Rekordweltmeister Schumacher belegte auf der zweiten Station seiner Abschiedstournee Platz 13, Nico Rosberg im zweiten Mercedes schied nach einem Unfall früh aus.
Nico Hülkenberg kam mit seinem Force-India auf einen starken sechsten Rang. Timo Glock landete im Marussia auf Platz 18.
Beim Start gewann Vettel den Start gegen seinen Teamkollegen Webber und bog als Führender in die erste Kurve ein.
Dahinter attackierte der von Platz vier ins Rennen gegangene Alonso Webber auf den nächsten Metern immer wieder heftig, doch der Australier behauptete sich und konnte den Spanier hinter sich lassen.
Technischer Vorsprung der "Bullen"
In den folgenden Runden konnten die beiden "Bullen" ihren technischen Vorsprung gegenüber den anderen Wagen zunächst ausnutzen und sich vom Rest des Feldes absetzen. Nach zehn Runden hatte Vettel bereits über fünf Sekunden Vorsprung auf Alonso.
Vier Umläufe später holte sich Hamilton als erster aus der Spitzengruppe neue Reifen, Vettel und Alonso folgten zwei Runden später. Doch an der Reihenfolge änderte sich erst einmal nichts.
Und auch die zweiten Boxenstopps wirbelten die Top Vier nicht durcheinander. Vettel hatte weiter freie Fahrt und kontrollierte das Geschehen.
Seine Box funkte derweil wie vergangene Woche in Japan, er solle kein zu großes Risiko mehr eingehen. Auch Webber hatte Alonso unter Kontrolle und ließ ihn nicht mehr herankommen.
Rosberg: Zweiter Ausfall in Folge
Rosberg musste unterdessen erneut einen herben Rückschlag hinnehmen. Zum zweiten Mal in Folge fiel der Wiesbadener gleich nach dem Start aus.
In Yeongam musste er seinen Silberpfeil abstellen, nachdem ihm Kamui Kobayashi ins Auto gefahren war. "Das macht so keinen Spaß. Ich bin auf der letzten Rille gefahren, dass mich da einer von hinten trifft, hat mich schon überrascht", sagte Rosberg, "einige Fahrer gehen einfach zu viel Risiko ein, fahren zu extrem und zu sehr über dem Limit."
In den nächsten Wochen geht es für die Fahrer und Mechaniker in der Formel 1 weiter Schlag auf Schlag.
In 14 Tagen wird in Indien gefahren, danach geht es direkt nach Abu Dhabi und weiter nach Austin in die USA, bevor schließlich am 25. November in Brasilien das große Finale steigt.