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Hülkenbergs Indien-Heimspiel: "Eine große Nummer"
Der Fahrer des indischen Force-India-Teams ist heiß auf seine erste Teilnahme in Noida. Die Erwartungshaltung ist riesig.
Von Felix Götz
München - Der Große Preis von Indien
(Training, Fr., ab 10.30 Uhr im LIVE-TICKER) findet gut 6000 Kilometer Luftlinie von Nico Hülkenbergs Geburtsstadt Emmerich entfernt statt.
Und dennoch ist das Rennen auf dem Buddh International Circuit für den 25-Jährigen ein Heimspiel.
Der Grund ist einfach: Hülkenberg fährt für den indischen Force-India-Rennstall.
"Für unser Team ist dieser Grand Prix in jedem Fall eine große Nummer. Wir werden im Vorfeld die lokalen Medien und Fans treffen, die uns immer viel Enthusiasmus entgegenbringen", freut sich der "Hülk". (
BERICHT: Euphorie in Indien ist weg, der Ärger bleibt)
2011 mit Sutil und di Resta
Er gibt in Noida sein Debüt. 2011, beim ersten Grand Prix in Indien, lenkten Adrian Sutil und Paul di Resta die Force-India-Boliden über die 5,137 Kilometer lange Strecke.
"Ich habe mir den Kurs in einem Mietauto und im Simulator angesehen, muss am Freitag im Training aber trotzdem noch etwas lernen", sagte Hülkenberg.
Für den Meister der GP2-Serie von 2009 läuft es derzeit rund.
"Bin vollkommen zufrieden"
In Südkorea wurde er Sechster, zuvor in Japan immerhin Siebter. In den vergangenen fünf Rennen sammelte Hülkenberg 26 Zähler.
Das macht mit 45 Punkten Platz zwölf in der WM-Fahrerwertung - direkt vor seinem schottischen Teamkollegen di Resta, der 44 Zähler auf dem Konto hat. (
DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)
"Die letzten beiden Rennen haben sehr viel Spaß gemacht. Es waren möglicherweise meine beiden besten Rennen in diesem Jahr", so Hülkenberg:
"Ich bin vollkommen zufrieden mit dem Auto. Das Team leistet gute Arbeit, wir haben einen guten Rhythmus gefunden. Wir müssen jetzt sicherstellen, dass wir unsere zuletzt gezeigte Leistung auch in den vier noch ausstehenden Rennen abrufen."
Attacke auf Sauber
Denn nur so sind die hoch gesteckten Ziele in diesem Jahr noch zu erreichen. Force India möchte Sauber vom sechsten Platz der Teamwertung verdrängen. (
DATENCENTER: Die Teamwertung)
"Der Abstand beträgt nun 27 Punkte. Das ist viel, doch es ist nicht unmöglich, sie bis zum Ende der Saison noch einzufangen. Wir werden viel Druck machen", kündigte Force-India-Teamchef Vijay Mallya an.
Und damit soll gleich beim Heimrennen begonnen werden. Der Inder Mallya peilt eine bessere Platzierung als im vergangenen Jahr an, als Sutil als Neunter in die Punkte fuhr.
"In diesem Jahr würde ich gerne noch besser abschneiden und mit beiden Fahrzeugen punkten", äußerte der 56-Jährige seinen Wunsch.
Weltmeister seit 1950
2012
Sebastian Vettel (Deutschland, Red Bull Racing)
2011
Sebastian Vettel (Deutschland, Red Bull Racing)
2010
Sebastian Vettel (Deutschland, Red Bull Racing)
2009
Jenson Button (England, Brawn GP)
2008
Lewis Hamilton (England, McLaren-Mercedes)
2007
Kimi Räikkönen (Finnland, Ferrari)
2006
Fernando Alonso (Spanien, Renault)
2005
Fernando Alonso (Spanien, Renault)
2004
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2003
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2002
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2001
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2000
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
1999
Mika Häkkinen (Finnland, McLaren-Mercedes)
1998
Mika Häkkinen (Finnland, McLaren-Mercedes)
1997
Jacques Villeneuve (Kanada, Williams-Renault)
1996
Damon Hill (England, Williams-Renault)
1995
Michael Schumacher (Deutschland, Benetton-Renault)
1994
Michael Schumacher (Deutschland, Benetton-Ford)
1993
Alain Prost (Frankreich, Williams-Renault)
1992
Nigel Mansell (England, Williams-Renault)
1991
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1990
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1989
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Honda)
1988
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1987
Nelson Piquet (Brasilien, Williams-Honda)
1986
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Porsche)
1985
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Porsche)
1984
Niki Lauda (Österreich, McLaren-Porsche)
1983
Nelson Piquet (Brasilien, Brabham-BMW)
1982
Keke Rosberg (Finnland, Williams-Ford)
1981
Nelson Piquet (Brasilien, Brabham-Ford)
1980
Alan Jones (Australien, Williams-Ford)
1979
Jody Scheckter (Südafrika, Ferrari)
1978
Mario Andretti (USA, Lotus-Ford)
1977
Niki Lauda (Österreich, Ferrari)
1976
James Hunt (England, McLaren-Ford)
1975
Niki Lauda (Österreich, Ferrari)
1974
Emerson Fittipaldi (Brasilien, McLaren-Ford)
1973
Jackie Stewart (Schottland, Tyrrell-Ford)
1972
Emerson Fittipaldi (Brasilien, Lotus-Ford)
1971
Jackie Stewart (Schottland, Tyrrell-Ford)
1970
Jochen Rindt (Österreich, Lotus-Ford)
1969
Jackie Stewart (Schottland, Matra-Ford)
1968
Graham Hill (England, Lotus-Ford)
1967
Denis Hulme (Neuseeland, Brabham-Repco)
1966
Jack Brabham (Australien, Brabham-Repco)
1965
Jim Clark (Schottland, Lotus-Climax)
1964
John Surtees (England, Ferrari)
1963
Jim Clark (Schottland, Lotus-Climax)
1962
Graham Hill (England, BRM)
1961
Phil Hill (USA, Ferrari)
1960
Jack Brabham (Australien, Cooper-Climax)
1959
Jack Brabham (Australien, Cooper-Climax)
1958
Mike Hawthorne (England, Ferrari)
1957
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Maserati)
1956
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Ferrari)
1955
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Mercedes)
1954
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Maserati/Mercedes)
1953
Alberto Ascari (Italien, Ferrari)
1952
Alberto Ascari (Italien, Ferrari)
1951
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Alfa Romeo)
1950
Dr. Nino Farina (Italien, Alfa Romeo)
Mallya träumt von Punkten
Für Mallya ist der Grand Prix in Indien etwas ganz Besonderes. Dementsprechend gerne denkt er an das vergangene Jahr zurück.
"Ich kann mich gut erinnern, wie stolz ich war, unsere Autos in Indien in den indischen Farben fahren zu sehen. Das war ein Moment, von dem ich zuvor nur geträumt hatte", so Mallya.
In diesem Jahr träumt er also wieder - von zwei Force-India-Boliden in den Punkterängen.