vergrößernverkleinern
Sebastian Vettel (Mitte) wurde im Red Bull 2010, 2011 und 2012 Weltmeister © getty

Der Champion holt in Sepang seine zweite Pole-Position der Saison. Massa schlägt wieder Alonso. Der "Iceman" wird bestraft.

Kuala Lumpur - Pokerface Sebastian Vettel jubelte in seiner "Hungry Heidi" laut los, als sein letztes Ass gestochen hatte.

Im Qualifying-Chaos von Malaysia behielt der Heppenheimer kühlen Kopf und sicherte sich in den Schlusssekunden die 38. Pole Position seiner Karriere.

"Unser Plan hat funktioniert, auch mit Hilfe des Regens", sagte Vettel. (DATENCENTER: Das Qualifying-Ergebnis)

Rund eine Sekunde lag der Red-Bull-Pilot in 1:49,674 Minuten am Ende vor den Ferrari-Piloten Felipe Massa (Brasilien/1:50,587) und Fernando Alonso (Spanien/1:50,727) und geht damit als Favorit in den Großen Preis von Malaysia in Sepang am Sonntag (ab 8.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Überrascht und glücklich

"Ich bin ein wenig überrascht über den Abstand, aber auch glücklich. Es war sehr schwierig in der entscheidenden Phase. Einige Teile der Strecke waren am Ende trocken, andere waren nass", sagte Vettel. (692258DIASHOW: Die Bilder des Qualifyings)

Um Reifen zu schonen, war der Heppenheimer in den ersten beiden Quali-Runden verhalten gefahren und als 15. bzw. als 9. immer nur recht knapp weitergekommen.

"Es war sehr eng. Es ist schwierig einzuschätzen, wie gut die eigene Zeit ist, wenn man nicht einhundert Prozent fährt", so Vettel, der für entscheidende Runde noch einmal einen neuen Satz Reifen aufziehen ließ.

"Ein gutes Qualifying"

Mit dem einsetzenden Regen im Q2 änderten sich die Verhältnisse auf dem 5,543 km Kurs in Sepang grundlegend, nicht alle Teams wählten anschließend die richtige Strategie.

"Wir haben es von der Strategie nicht wirklich hinbekommen. Wir haben uns entschieden, draußen zu bleiben. Besser wäre gewesen, reinzukommen und neue Reifen zu holen", sagte der sechstplatzierte Mercedes-Pilot Nico Rosberg, der im Q2 eine Bestzeit gefahren war, die Alonso "beeindruckend" fand.

Rosberg verlor auch das teaminterne Duell gegen seinen Kumpel Lewis Hamilton, der auf Platz vier fuhr.

"Es war ein gutes Qualifying. Die Jungs da vorne haben einen fantastischen Job gemacht. Ich weiß nicht, ob es für uns besser ist, wenn es trocken oder nass ist", lobte der Engländer die Konkurrenz.

Horner zufrieden

Zufrieden war auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

"Das Wetter war sehr wechselhaft, da hat sich Sebastian für den anderen Satz Reifen entschieden. Am Ende war es die richtige Entscheidung", sagte Horner:

"Die Pole ist etwas Schönes, es hat aber auch immer etwas mit der Strategie zu tun. Das wird morgen mit diesen Reifen eine Entdeckungsreise."

Räikkönen bestraft

Ähnlich sieht das auch Vettel selbst: "Leider sind die Reifen nicht so schnell wie unser Auto. Wir müssen das irgendwie zusammenbringen."

Sollte es wie erwartet am Sonntag erneut regnen, freut sicher der dreimalige Champion "auf ein sehr spannendes Rennen".

Melbourne-Sieger Kimi Räikkönen (Finnland) geht mit seinem Lotus übrigens nur von Platz zehn aus ins Rennen, nachdem er wegen einer Behinderung von Rosberg um drei Plätze nach hinten strafversetzt wurde.

Sutil auf Startplatz acht

Adrian Sutil (Force-India) fuhr im Q1 Bestzeit, musste sich aber letztlich mit Startplatz acht zufrieden geben.

"Im Trockenen wäre mehr drin gewesen. Im Nassen habe ich mich nicht so wohl gefühlt. Top 10 ist okay", sagte Sutil.

Nico Hülkenberg scheiterte dagegen im Q2 und startet von Platz zwölf. Entsprechend enttäuscht war der Sauber-Pilot:

"Bei uns ist am Ende vom Q1 das Radar ausgefallen. Es ist natürlich bitter, wir haben eine Chance vertan."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel