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Sebastian Vettel wurde in den vergangenen drei Jahren Formel-1-Weltmeister mit Red Bull © getty

Sebastian Vettel beschwert sich beim China-GP über die Reifen und ist frustriert. Lewis Hamilton freut sich, Nico Rosberg hadert.

Schanghai - Sebastian Vettel war nach dem Grand Prix in China (Rennbericht) der Frust ins Gesicht geschrieben.

Einmal mehr war er mit den Reifen unzufrieden. Dass er von Platz neun auf vier vorfahren konnte, war kein Trost für den dreimaligen Weltmeister.

Vielmehr haderte er mit den Pneus, die sich an seinem Red Bull zu schnell abgenutzt hatten.

Teamchef Christian Horner trauerte derweil den verlorenen Sekunden hinterher, die Vettel hinter Nico Hülkenberg verloren hatte - war aber nicht unzufrieden. (702819Die Bilder des Rennens)

Während sich Lewis Hamilton trotz Start von der Pole-Position über seinen dritten Platz freute, war Teamkollege Nico Rosberg geknickt. Sieger Fernando Alonso war mit seinem Ferrari mehr als zufrieden. (DATENCENTER: Rennergebnis)

SPORT1 fasst die Stimmen aus Schanghai zusammen:

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 1:

"Für uns war es vom Start bis zur Zieldurchfahrt ein fantastisches Rennen. Wir hatten keine größeren Probleme mit dem Auto und der Reifenverschleiß war nicht so dramatisch, wie wir erwartet hatten. Wir konnten mehr oder weniger das Tempo kontrollieren."

Kimi Räikkönen (Lotus), Platz 2:

"Wir wollten gewinnen, nach einem schlechten Start fühlte sich das Auto gut. Ich hatte eine Menge Untersteuern, aber wir konnten noch immer um den zweiten Rang kämpfen. Das sind gute Punkte und ich werde versuchen, beim nächsten Mal ein bisschen mehr herauszuholen."

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 3:

"Ich bin sehr glücklich über das heutige Resultat. Das ist ein großartiges Resultat für das Team und ich freue mich sehr über die Punkte. Das Team hat während des gesamten Wochenendes fantastische Arbeit geleistet."

Nico Rosberg (Mercedes), Defekt:

"Ich hatte die ganze Zeit über viel Untersteuern. Das Auto war seltsam zu fahren. In den Kurven hob es mein linkes Vorderrad komplett in die Luft. Das könnte zum Beispiel an einem gebrochenen Stabilisator hinten liegen. So konnte ich natürlich nicht weiterfahren.

Es war ein schlechter Start ins Jahr. Es wird immer schwieriger, den Rückstand auf die Jungs da vorn noch aufzuholen."

Toto Wolff (Motorsportchef Mercedes):

"Wenn man von der Pole startet und von einem vierten Platz, dann ist die Erwartungshaltung natürlich irrsinnig groß und man hofft, dass mehr geht.

Letztendlich muss man das Positive sehen, es ist der zweite dritte Platz innerhalb von zwei Rennen. Das ist gut."

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 4:

"Das ist im Moment doch ein Scherz. Es hat nicht viel mit Rennfahren zu tun, wenn man nur die Reifen schont. Ich habe heute zweimal versucht, mich nicht zu wehren, weil ich mir damit selbst ins Bein geschossen hätte.

Früher konnte man jede Runde attackieren, aber jetzt fährt man ein bisschen im Dunkeln, was die Zweikämpfe angeht."

Christian Horner (Teamchef Red Bull):

"Es war ein sehr strategisches Rennen. Im ersten Stint haben wir vielleicht etwas zu viel Zeit verloren, als wir hinter Nico Hülkenberg festhingen.

Ein, zwei Sekunden aus diesem Stint und wir wären auf dem Treppchen gelandet. Dann hätten wir vielleicht sogar Kimi angreifen können. Insgesamt ist es auf jeden Fall ein positives Resultat."

Nico Hülkenberg (Sauber), Platz 10:

"Es war ein gemischtes Rennen mit gemischten Gefühlen. Natürlich war es sehr schön, wieder zu führen und vorne mit den Top-Teams zu kämpfen.

Ich hatte einen ordentlichen Start und ein paar schöne Kämpfe in den ersten paar Runden. Dabei konnte ich einige Positionen gewinnen, aber gegen Ende des Rennens haben wir ein wenig an Performance verloren."

Adrian Sutil (Force India), Unfall:

"Ein sehr enttäuschender Tag für mich. In den ersten Runden lief es für mich gut, und beim Bremsen der letzten Haarnadelkurve wurde ich von hinten getroffen als ich in die Kurve einlenkte. Ich vermute, dass Gutierrez seinen Bremspunkt verpasste und nirgendwo hinfahren konnte als in das Heck meines Autos."

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