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Sebastian Vettel (r.) gewann den Bahrain-GP vor Räikkönen und Grosjean © getty

Der Bahrain-Sieger will trotz der Dominanz keine Tendenz erkennen. In Barcelona hofft der Champ auf einen frostigen Empfang.

Sakhir - Sebastian Vettel ließ einen Freudenschrei los, als er als Erster über die Ziellinie fuhr.

Dabei war die Dominanz nach den Reifen-Problemen in China schon überraschend, mit der er dem Großen Preis von Bahrain seinen Stempel aufgedrückt hatte (BERICHT: Vettel enteilt der Konkurrenz).

Eine solche Jubel-Arie war dennoch nicht zu erwarten gewesen (DATENCENTER: Das Ergebnis).

Nach der Gala-Vorstellung konnte er sich dann einen Seitenhieb auf die Rivalen im Kampf um die WM-Krone nicht verkneifen. "Es war ganz entspannt am Ende", sagte der dreimalige Champion und fügte schelmisch grinsend an: "Ich war recht dominant."

Im Sieger-Interview spricht Vettel über die Konkurrenz und erklärt, warum er auf einen frostigen Empfang in Barcelona hofft (706789DIASHOW: Die Bilder des Rennens).

Frage: Herr Vettel, fiel Ihnen der Sieg so leicht, wie es von außen gewirkt hatte?

Sebastian Vettel: Das Auto lag von der ersten bis zur letzten Runde wirklich fantastisch - der Speed war phänomenal. Ich konnte nach Herzenslust angreifen. Es hat richtig Spaß gemacht und war am Ende ganz entspannt. Ich war recht dominant.

Frage: Wie schätzen Sie nun die Situation im Kampf um Ihren vierten WM-Titel ein?

Vettel: Die Weltmeisterschaft geht sehr lang, da kann man noch keine wirkliche Tendenz erkennen. Lotus sieht gut aus im Moment, und auch der Ferrari ist immer stark. Wir sind in einer guten Position. Eine solche Dominanz hätte ich hier aber nicht erwartet.

Frage: Warum funktioniert Ihr Wagen plötzlich so gut?

Vettel: Ich schätze, das geht auf die Art und Weise zurück, wie wir den Wagen auf die Reifen abstimmen konnten. Wir haben ein paar Veränderungen vorgenommen, unter anderem am Frontflügel - die haben sich ausgezahlt.

Frage: Waren Sie überrascht, dass die Ferrari Ihr Tempo nicht halten konnten?

Vettel: Ich weiß nicht genau, was Fernando passiert ist. Es ist für mich schwierig zu beurteilen, auf welchem Rang er ohne Probleme ins Ziel gekommen wäre. Aber grundsätzlich ist der Ferrari verflixt schnell, die müssen sich nicht verstecken. Ich werde sie sicher nicht abschreiben.

Frage: Wie gehen Sie nun das nächste Rennen in Spanien an?

Vettel: Das kommt natürlich darauf an, wie sich Borussia Dortmund und die Bayern in der Champions League schlagen. Ich drücke den deutschen Klubs natürlich die Daumen und hoffe, dass wir dann in Barcelona nicht ganz so höflich empfangen werden.

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