Der Force-India-Pilot regt sich über ein Missgeschick seines Teams auf. Mercedes verzweifelt. Ferrari jubelt. Stimmen.

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München/Barcelona - Der Grand Prix von Spanien war nicht das Rennen der Deutschen (DATENCENTER: Das Renn-Ergebnis).

Weltmeister Sebastian Vettel verpasste auf Platz vier das Podium um mehr als zwölf Sekunden, Pole-Setter Nico Rosberg landete nur auf Rang sechs.

Nico Hülkenberg und Adrian Sutil kamen nicht einmal in die Punkteränge. Besonders ärgerlich verlief das Rennen einmal mehr für den Force-India-Piloten (DATENCENTER: Die Fahrerwertung).

Nach starkem Start nahm Sutil Platz acht ein, ehe ihn zum wiederholten Mal ein Fehler der Boxencrew - die Radmutter hinten rechts verkeilte sich - aussichtslos zurückwarf. "Das ist Kindergarten", sagte der Bayer frustriert.

Vettel angesäuert

Auch Vettel war angesäuert, nachdem er zum zweiten Mal in dieser Saison nicht aufs Podest fahren konnte. Er haderte vor allem mit den Reifen ( 717688 DIASHOW: Die Bilder des Rennens ).

Ganz anders die Stimmung bei Ferrari. Sieger Fernando Alonso und der drittplatzierte Felipe Massa sprachen beide von einem fantastischen Rennen.

SPORT1 hat die Stimmen zum Großen Preis von Spanien zusammengefasst.

Fernando Alonso (Ferrari, Platz 1):

"Wir hatten uns fest vorgenommen, hier vor so vielen unserer Fans und Ferrari-Unterstützern gut abzuschneiden. Es waren fantastische Emotionen. Das hat wirklich geholfen. Es ist schön, dem gesamten Spanien diesen Sieg schenken zu können, besonders zu einer Zeit, in der das Land für viele Menschen in der Krise steckt. Ich danke allen für diese Unterstützung und dem Team dafür, dass es eine fantastische Arbeit geleistet hat."

Kimi Räikkönen (Lotus, Platz 2):

"Zur Mitte des Rennens habe ich an einen Sieg geglaubt. Da lag ich in Führung. Aber ich hatte ältere Reifen als er (Fernando Alonso, d. Red.). Deshalb hatte es auch keinen Sinn, zu kämpfen. Ich konnte ihn einfach nicht aufhalten. Wir hatten keinen guten Start, aber das hat das Rennen nicht entschieden. Wir sind nur glücklich, wenn wir gewinnen. Aber in der WM-Wertung sind wir näher an Vettel herangerückt."

Felipe Massa (Ferrari, Platz 3):

"Das Rennen war sehr gut für uns. Unser Auto war fantastisch. Von Anfang an ließ sich Druck machen und ich habe Position um Position gewonnen. Nach der ersten Runde war ich schon Sechster und habe dann weiter überholt, obwohl ich schon mit den Reifen kämpfen musste, damit sie die Stints überleben."

Sebastian Vettel (Red Bull, Platz 4):

"Der neue harte Reifen war ein Griff ins Klo. Ich war ein bisschen angefressen Mitte des Rennens. Als ich merkte, dass drei Stopps nicht drin waren, bestand die Box darauf, dass die Reifen doch länger halten sollen. Als Fahrer kann man da nichts aus der Wundertüte ziehen. Wir müssen aufholen. Wir fahren nicht mit der Geschwindigkeit des Autos, wir fahren mit der Geschwindigkeit der Reifen, und ganz offensichtlich tun wir etwas, was die Reifen stärker abnutzt."

Mark Webber (Red Bull, Platz 5):

"Die Ferrari und die Lotus waren in einer anderen Liga. Das hat es uns heute schwer gemacht, mit ihnen zu kämpfen. Ich glaube, dass wir das Maximale aus dem gemacht haben, was uns heute zur Verfügung stand."

Nico Rosberg (Mercedes, Platz 6):

"Der Start ist gut gelaufen, der erste Stint war wirklich super. Ich habe es kontrollieren können, konnte meine Pace fahren und sie so gerade noch hinter mir halten. Aber der zweite Stint ging sowas von nach hinten los. Bevor ich mir wieder meine Reifen kaputt mache wie in Bahrain, weil ich versuche, sie hinter mir zu halten, habe ich sie Stück für Stück vorbeigelassen und musste halt mein Rennen machen. Ich musste so langsam fahren und bin so weit weg von dem, was mein Auto kann."

Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 12):

"Es war ein schwieriger Nachmittag für mich. Zurückzufallen macht niemals Spaß. Wir wechselten während des Rennens auf eine Vier-Stopp-Strategie, aber mir fehlten durchgängig der nötige Grip und die Balance. Wir bekamen die Reifen nie wirklich zum Funktionieren. Ich weiß, dass jeder im Team hart arbeitet und deshalb müssen wir weiter positiv denken. Ich bin überzeugt, dass wir das Problem lösen werden. Wir müssen gemeinsam Vollgas geben und den Abstand zur Konkurrenz verringern. Ich werde alles geben, um dabei zu helfen und die Jungs weiter anzutreiben."

Adrian Sutil (Force India, Platz 13):

"Das ist Kindergarten, total enttäuschend. Ich kann es nicht anders sagen. Man gibt so viel Geld aus, um das Auto schneller zu machen. Es ist ja auch schnell genug. Aber Punkte zu holen, ist mit solchen Fehlern fast unmöglich. Vier Nuller hintereinander, da müssen wir uns jetzt wirklich zusammensetzen und reden."

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