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Sebastian Vettel holte in Monza den 32. Sieg seiner Karriere © getty

Vettel sieht nach seinem Monza-Triumph über die Pfiffe der Ferrari-Fans hinweg. Alonso gibt im WM-Rennen auf. Die Stimmen.

Monza - Fernando Alonso gratulierte Sebastian Vettel noch im Parc ferme zum Triumph des Red-Bull-Rivalen im Ferrari-Land. Minuten später gab er dann auch das Rennen um die Fahrer-Krone in der Formel 1 auf.

Nach Vettels souveränem Start-Ziel-Sieg beim Italien-GP in Monza (Bericht) erkannte Alonso die Überlegenheit des Weltmeisters neidlos an. Angesichts von 53 Punkten Rückstand in der WM gab sich der Spanier keinen Illusionen mehr hin.

"Wir brauchen Glück, und wir brauchen einige Ausfälle von Sebastian Vettel, um noch den Titel zu holen", meinte Alonso (Datencenter: WM-Stand Fahrer).

Vettel wollte nach seinem sechsten Saisonsieg aber noch nichts von einer Vorentscheidung wissen und freute sich lieber über das "unheimlich starke Wochenende" (DATENCENTER: Das Rennergebnis). Seine Freude konnten auch die Pfiffe der Ferrari-Fans bei der Siegerehrung nicht trüben (774000DIASHOW: Die Bilder des Rennens).

"Je mehr hier gepfiffen wird", meinte ein gut gelaunter Vettel, "desto besser war der Tag".

SPORT1 fasst die Stimmen zum Großen Preis von Italien zusammen:

Sebastian Vettel (Red Bull, Platz 1):

"Es war nicht so einfach. Gleich am Start habe ich mir einen Bremsplatten vorne rechts eingefahren, ich hatte dann unheimliche viele Vibrationen und konnte fast nichts sehen. Ich war sehr besorgt, ob der Reifen lange genug hält. Zum Schluss hatten wir ein bisschen Puffer, Gott sei Dank. Der Herzschlag ging dann noch einmal ein bisschen höher, als mir mitgeteilt wurde, dass wir ein Getriebeproblem haben. (...) Je mehr hier gepfiffen wird, desto besser war der Tag. Da sehr viel gepfiffen wurde, können wir sehr zufrieden sein. Da kann man niemand einen Vorwurf machen. Das macht uns überhaupt nichts aus. Wir hatten ein unheimlich starkes Wochenende. Wir sind sehr glücklich."

Fernando Alonso (Ferrari, Platz 2):

"Wir müssen realistisch sein, was den WM-Titel angeht. Es ist immer noch ein sehr großer Rückstand, und uns gehen die Rennen aus. Wahrscheinlich haben wir momentan auch nicht die Geschwindigkeit, um mehrere aufeinanderfolgende Rennen zu gewinnen. Wir brauchen Glück, und wir brauchen einige Ausfälle von Sebastian Vettel, um noch den Titel zu holen."

Mark Webber (Red Bull, Platz 3):

"Monza ist ein großartiger Ort, und es ist etwas Besonders, hier auf dem Podium zu landen. Ich habe mir mit Fernando Alonso ein gutes Duell geliefert. Am Ende mussten wir ein bisschen auf das Getriebe Rücksicht nehmen, aber insgesamt ist es ein gutes Resultat."

Nico Hülkenberg (Sauber, Platz 5):

"Es ist ein schöner Erfolg, wir haben eine lange Durststrecke hinter uns. So ein Erfolg gibt noch einmal einen Schub für die letzten Rennen. Der Start war nicht so berauschend. Ich hatte die ganze Zeit Nico Rosberg hinter mir, der ordentlich gedrückt hat und echt schnell war und mir das Leben nicht einfach gemacht. Ich durfte mir keinen Fehler erlauben. Es war ein gutes Rennen und ein verdientes Ergebnis."

Nico Rosberg (Mercedes, Platz 6):

"Das Rennen war nicht so super. Es ist doof, wenn ich das ganze Rennen hinter Nico Hülkenberg fahre und kein Weg vorbeiführt. Es war nicht vorherzusehen, dass sie (Sauber, Anm. d. Red.) so schnell sind. Das Auto lag richtig gut, es ist echt schade."

Adrian Sutil (Force India, Platz 16):

"Es war ein hartes Rennen, am Ende mussten wir aufgrund von Bremsproblemen aufgeben. Ich habe mein Bestes gegeben, ich glaube nicht, dass für uns heute mehr drin war. Ich bin das ganze Rennen über am Limit gefahren. Die Punkteränge waren so weit entfernt, aber insgesamt hat uns an diesem Wochenende die Geschwindigkeit gefehlt."

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