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Nico Rosberg gewann in dieser Saison in Monaco und in Silverstone © imago

Pokerface Vettel ist nach seiner Zocker-Pole in Singapur erleichtert, der zweitplatzierte Rosberg macht Witze. Kimi hat Rücken.

Singapur - Am Ende war es nur die Winzigkeit von 0,089 Sekunden, die Sebastian Vettel vor einer peinlichen Pleite im Qualifying zum Singapur-GP (So. ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) bewahrte.

Fast zwei Minuten vor dem Ende des Qualifyings war der Weltmeister bereits aus seinem Red-Bull-Boliden gestiegen, siegessicher war der Heppenheimer, fast zu siegessicher.

Während die Konkurrenz versuchte, Vettels Bestzeit zu knacken, musste er ohnmächtig in der Box zuschauen.

Ein "komisches Gefühl" sei das gewesen, meinte er hinterher: "Zum Glück war mein letzter Sektor stark genug, um am Ende vorne zu bleiben." (DATENCENTER: Quali-Ergebnis)

Ähnlich wie Vettel war auch Nico Rosberg zufrieden. Ganz knapp hatte der Mercedes-Pilot die Pole Position verpasst. Ärgern wollte er sich über seinen zweiten Platz nicht, vielmehr nahm er das ganze mit Humor (Bericht).

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Singapur zusammen:

Sebastian Vettel (Red Bull, Startplatz 1):

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das Auto ist schon das ganze Wochenende phantastisch. Es war ein komisches Gefühl, wenn man in der Box steht und nichts machen kann. Zum Glück war mein letzter Sektor stark genug, um am Ende vorne zu bleiben. Mit Nico (Rosberg, d. Red.) war es ziemlich knapp. Das hätte auch schiefgehen können. Singapur ist das härteste Rennen des Jahres, eine Runde ist so lang, mit so vielen Kurven. Es gibt keinen Raum für Fehler. Dazu kommt noch die Hitze. Es wird ein hartes Rennen."

Nico Rosberg (Mercedes, Startplatz 2):

"Ich bin ganz zufrieden mit dem zweiten Platz. Sebastian war das ganze Wochenende schon schnell, sie haben dann gepokert, am Ende war es heute sehr eng. Es ist schade, eine Zehntel schneller - dann hätte es klappen können. Es wäre sehr witzig gewesen, wenn ich Sebastian noch die Pole weggeschnappt hätte. Aber der zweite Platz ist ein tolles Ergebnis und ein gute Ausgangsposition für das Rennen. Unser Speed stimmt, das ist sehr erfreulich. Ich bin sehr guter Dinge für das Rennen."

Romain Grosjean (Lotus, Startplatz 3):

"Am Vormittag lief es gut, und wir wussten, dass wir stark sein würden. Die einbrechende Nacht hat die Strecke etwas langsamer gemacht, weil es kühler wurde. Das Auto war super, der dritte Platz ist nicht schlecht. Das Team hat eine gute Strategie gewählt. Es ist schön, so weit vorne zu stehen."

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 5):

"Das Qualifying lief für mich nicht so gut. Ich habe mein Bestes gegeben, aber ich hatte nicht so ein gutes Gefühl im Wagen, letztlich war ich nicht schnell genug. Mit dem Auto wäre mehr drin gewesen, daher ist es frustrierend, nicht weiter vorne gelandet zu sein - so wie Nico. Es war kein guter Tag für mich, aber so ist das Leben. Das Ziel für das Rennen ist ein Podiumsplatz."

Fernando Alonso (Ferrari, Startplatz 7):

"Wir müssen realistisch sein und können nicht glücklich mit der Leistung sein. Wir haben alles getan, um Verbesserungen für dieses Rennen einzuführen, die funktionieren auch irgendwie, aber nicht gut genug. Wir haben vieles versucht, jeder arbeitet in diesselbe Richtung, aber der Rückstand ist sehr groß. Das ist traurig."

Nico Hülkenberg (Sauber, Startplatz 11):

"Es lief eigentlich alles ganz gut, nur die letzte Runde im Q2 war nicht ganz optimal. Ich hatte ein Problem mit dem DRS, da habe ich eineinhalb Zehntel verloren. Wir sind dran an den Top 10, es gibt einen positiven Trend. Überholen ist schwierig, aber es wird ein sehr langes Rennen. Es kann viel passieren. Punkte sind auf jeden Fall drin. Wir sind nicht so weit weg."

Kimi Räikkönen (Lotus, Startplatz 13):

"Irgendwie ist ein Wirbel rausgesprungen. Es war ein fieser Schmerz, ich konnte mich nicht mehr richtig bewegen. Schon heute morgen war es ziemlich schwierig, ich hätte fast mit dem Frühstück aufgehört. Ich dachte, ich könnte gar nicht fahren. Ich bin behandelt worden, dann war es etwas besser."

Adrian Sutil (Force India, Startplatz 15):

"Platz 15 ist enttäuschend, das ist ein ganzes Stück von unseren Zielen entfernt. Wir sind momentan einfach zu langsam, um um die Top 10 zu kämpfen. Wir können jetzt nur weiterkämpfen. Wenn wir morgen eine gute Strategie finden, können wir uns hoffentlich um einige Plätze verbessern."

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