Sebastian Vettel wirft nach dem Singapur-Sieg der Konkurrenz Untätigkeit vor. Rosberg trauert Platz zwei hinterher. Die Stimmen.

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München/Singapur - Es waren wieder Buh-Rufe zu hören. Sebastian Vettel sah sich aufgrund seiner Dominanz wieder dem Unmut der Zuschauer ausgesetzt - vor allem von Ferrari.

"Wenn man sich umsieht, sieht man auf den Tribünen hauptsächlich rot gekleidete Fans. Ferrari hat nun mal die größte Fanbasis in der Formel 1", sagte der Red-Bull-Pilot.

Allerdings konnte der Weltmeister und Sieger der letzten drei Rennen den Negativ-Äußerungen durchaus Positives abgewinnen.

"Solange die Fans mich ausbuhen, bedeutet das, dass wir einen guten Job machen", sagte Vettel.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Großen Preis von Singapur zusammen:

Sebastian Vettel (Red Bull, Platz 1): "Ich will mir jetzt nicht selbst auf die Schulter klopfen. Im Gegenteil. Das war eine Teamleistung. Der eine oder andere, der sich am Fernseher langweilt, der denkt sich vielleicht: 'Könnte durchaus spannender sein.' Aber bei uns steckt alles im Detail. Wenn die anderen nach Hause gehen, um sich die Eier in den Pool zu hängen, sind wir noch da und tüfteln weiter am Auto. So etwas macht über das Wochenende gesehen den Unterschied aus."

Fernando Alonso (Ferrari, Platz 2): "Sebastian war das ganze Wochenende zu schnell für uns. Wir wussten das und mussten uns etwas einfallen lassen. Eine Möglichkeit war der Start, die andere eine andere Strategie. Das hat sich mit einem hervorragenden zweiten Platz ausgezahlt. Für die Meisterschaft brauchen wir jetzt Glück, viel Glück. Es sind nur noch wenige Rennen. Wir brauchen Glück nicht nur in Korea, sondern in Korea, in Indien, in Abu Dhabi... Wir brauchen jedes Wochenende Glück, wenn wir eine Sekunde hinterher fahren." (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Kimi Räikkönen (Lotus, Platz 3): "Die Rückenprobleme haben mich während des Rennens kaum belastet. Am Samstag war es nicht ideal, so dass ich fast verzichtet hätte. Mit Platz drei müssen wir glücklich sein, aber wir müssen für die nächsten Rennen unsere Probleme lösen."

Nico Rosberg (Mercedes, Platz 4): "Das Safety Car kam für uns zu einem unglücklichen Zeitpunkt heraus. Wahrscheinlich war es nicht die beste Entscheidung, draußen zu bleiben, aber zu diesem Zeitpunkt waren wir uns nicht sicher, ob unsere Reifen über die gesamte Distanz halten würden. Wir hätten vielleicht Zweiter werden können, aber das Rennen verlief nicht nach unseren Wünschen."

Adrian Sutil (Force India, Platz 10): "Das war ein sehr anstrengendes Rennen. Der Punkt ist ein großartiges Ergebnis und Motivation für das ganze Team. Zum Schluss bin ich auf Perez, Button und Hülkenberg aufgelaufen und hatte das Gefühl, zumindest einen noch überholen zu können. Aber als ich sie erreicht hatte, haben meine Reifen nachgelassen."

Christian Horner (Teamchef Red Bull): "Das ist es ein bittersüßes Ergebnis für uns. Sebastian hat einen fantastischen Job gemacht, das war einer seiner besten Grand Prix' überhaupt. Nach der Safety-Car-Phase hat er in 15 Runden 30 Sekunden herausgefahren. Das war unglaublich mitanzusehen. Bei Mark haben wir in den letzten 12 Runden gesehen, dass er an Wasserdruck verliert. Durch den Wasserverlust hat der Motor überhitzt. Dass es ausgerechnet die letzte Runde war, ist umso bitterer."

Daniel Ricciardo (Toro Rosso, Ausfall): "Der Unfall geht auf meine Kappe. Ich habe versucht, Boden gutzumachen, nachdem ich beim Start nicht weggekommen war und so viele Plätze eingebüßt hatte. Ich habe zu viel gepusht und einen Fehler gemacht. Ich habe zu hart gebremst, die Räder haben blockiert und ich bin in der Wand gelandet. Das ist ein Fehler, den ich normalerweise nicht mache."

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