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Christian Horner (l.) und Sebastian Vettel streben den vierten WM-Titel in Folge an © getty

Nach dem Triumph in Singapur überschütten internationale Medien Vettel und Red-Bull-Teamchef Horner mit Lob. Die Pressestimmen.

München - Einsam drehte Sebastian Vettel auf dem Marina Bay Street Circuit seine Runden.

Auch bei dessen siebtem Saisonsieg behielt die Konkurrenz den Red-Bull-Piloten nicht in Sichtweite (DATENCENTER: Das Renn-Ergebnis).

Auf dem Weg zu seinem vierten WM-Titel in Folge scheint Vettel nicht mehr aufzuhalten (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer). Die Rivalen kapitulieren, die Medien verneigen sich.

Die Pfiffe und Buhrufe gegen den Heppenheimer nach dem Großen Preis von Singapur sorgen indes für allgemeins Unverständnis.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zum Rennen in Südostasien zusammen.

SPANIEN:

Marca: "Alonso voller Meriten, Vettel tadellos. Alonso holt vom siebten auf den zweiten Platz auf mit einem Riesenstart und einer guten Strategie. Vettel geht spazieren mit Alonso. Vettel gewinnt das Rennen mit Leichtigkeit und schließt die WM ab."

AS: "Vettel ist bereits 60 Punkte entfernt. Er gewann schon wieder vor dem Spanier. Alonso holte beim Start vier Plätze auf und machte im Anschluss ein intelligentes Rennen. Das Tempo von Red Bull war hingegen unerreichbar. Zwei Genies. Einer brüllt, der andere fliegt. Gestern sah es so aus, als würde Vettel tagsüber und die anderen in der Finsternis fahren."

Sport: "Vettel lässt einem großen Alonso keine Chance. Sebastian Vettel setzte sich auf brillante Weise im GP von Singapur durch, dem 13. Saisonrennen, das er mit Autorität vom Anfang bis zum Ende dominiert hat. Gewinnen war für den Spanier ein unmögliches Unterfangen. Vettel spielt in den letzten Rennen in einer anderen Liga."

El Mundo Deportivo: "Vettel war unerreichbar trotz der Magie Alonsos. Der Deutsche hatte den GP von Singapur bequem unter Kontrolle trotz der Anstrengungen des Spaniers. Vettel hatte keinen Rivalen beim GP von Singapur und dominierte wie er wollte. Trotz seiner Riesenleistung verlor Alonso weitere sieben Punkte auf Vettel und ist bereits 60 Punkte entfernt."

ITALIEN:

Gazzetta dello Sport: "Alonso ist super, doch Vettel erweist sich als noch besser. Vettel ist unangreifbar und flößt Angst ein. Sein siebter Saisonsieg ist mehr als verdient. Das kann nicht nur ein Verdienst von Red Bull sein, denn sein Teamkollege Webber zeigt mit dem gleichen Auto nur 'normale' Rennen. Man begreift nicht, wer Vettel unter dem Podium auch noch auspfeifen kann. Red Bull ist schnell und aggressiv, doch Alonso erobert mit einem Sprint a la Usain Bolt den zweiten Platz. Alonso feiert einen tollen Start, dann verwaltet er wie ein Meister den Rest des Rennens." (781039DIASHOW: Die Bilder des Rennens)

Corriere dello Sport: "Vettel, Alonso und Räikkönen: Die drei besten Piloten der Welt siegen in Singapur. Alonso kann seinen zweiten Platz feiern, muss jedoch zugleich auch vor der Übermacht Red Bulls kapitulieren. Es lebe Alonso, obwohl sein F138 im Vergleich zu Red Bull atemlos erscheint. Jetzt muss man auf das Ferrari der Zukunft hoffen, das auf zwei Stars wie Alonso und Räikkönen setzt."

Repubblica: "Nachdem er drei Weltmeisterschaften gewonnen hat, erscheint es lächerlich, Vettel mit seinen 25 Jahren als Sensation zu bezeichnen. Aber es ist so. Dieser Bursche ist nicht nur der stärkste Pilot, er könnte sogar zum stärksten F1-Star aller Zeiten aufrücken. Wenn Vettel Alonso weiterhin so oft demütigt, wird der Spanier bald einen Psychiater brauchen. Und das nächste Jahr wird die Situation Alonsos im Team mit Räikkönen kompliziert werden."

ENGLAND:

Daily Mail: "Es braucht eine Invasion Nordkoreas in Südkorea, ein Erdbeben in Japan, das Ende des Dengue-Fiebers in Indien, einen Sandsturm in Abu Dhabi, eine Schießerei in Texas und einen bewaffneten Überfall in Brasilien, um Sebastian Vettel auf dem Weg zum WM-Titel zu stoppen."

The Guardian: "Nichts kann den Champion stoppen. Sebastian Vettel gewann fast zwangsläufig den Grand Prix von Singapur und machte einen weiteren Schritt zu seinem vierten Weltmeistertitel. Niemand sonst, so schien es, hatte eine Chance."

FRANKREICH:

L'Equipe: "Nachteule Vettel. Ob Tag oder Nacht, Sebastian Vettel ist immer effektiv. Dies stellte er am Sonntag in Singapur unter Beweis. Vettel allein auf der Welt."

SCHWEIZ:

Neue Zürcher Zeitung: "Nach der überlegensten Vorstellung dieser Formel-1-Saison, vielleicht sogar seiner ganzen bisherigen Karriere, hat sich Sebastian Vettel bei der Siegerehrung nach dem Großen Preis von Singapur verstohlen ein paar Tränen aus dem Gesicht gewischt. Nach gelungener zweistündiger Machtdemonstration im Nacht-Grand-Prix musste sich der Deutsche Pfiffe des Publikums gefallen lassen."

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