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Rosberg fährt seit 2010 für Mercedes. Die Bilder des Qualifyings zum Durchklicken © getty

Im ewigen Duell mit Lewis Hamilton triumphiert beim Qualifying in Montreal Nico Rosberg. Sebastian Vettel meldet sich zurück.

Montreal - Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat sich im engen Duell mit Stallrivale Lewis Hamilton auch die Pole-Position für den Großen Preis von Kanada gesichert und den Machtwechsel bei den Silberpfeilen weiter angeschoben.

Zwei Wochen nach seinem Start-Ziel-Sieg in Monaco und die Rückkehr an die Spitze des WM-Klassements legte Rosberg im Qualifying von Montrealeindrucksvoll nach und war in 1:14,874 Minuten dabei fast eine Zehntelsekunde schneller als der zweitplatzierte Hamilton (1:14, 953).

"Ich freue mich total", sagte Rosberg, "ich habe mich hier Tag für Tag gesteigert und war dann im Qualifying richtig gut dabei." Mercedes-Sportchef Toto Wolff frohlockte angesichts des unverändert engen Duells seiner Piloten: "Lewis ist einer der Besten der Welt, und Nico ist in der Lage, zurückzuschlagen - das ist fantastisch", sagte er bei "Sky".

Vettel kommt in Fahrt

Nach zuletzt schwierigen Wochen landete Sebastian Vettel (1:15,548) im Red Bull auf dem starken dritten Platz. "Das ist ein sehr gutes Resultat", sagte der 26-jährige Heppenheimer, "ich werde im Rennen mal versuchen, so nah wie möglich an den beiden dran zu bleiben."

Die Blicke richten sich allerdings auch auf der malerischen Ile Notre-Dame vor allem auf den Kampf der Silberpfeile, bei dem es um die Marschroute der nächsten Wochen geht (DATENCENTER: Das Qualifying-Ergebnis).

Denn Hamilton hatte vor dem Rennen in Monaco vier Siege in Folge gefeiert und galt als klarer Favorit im Titelrennen, doch Rosberg meldete sich zurück - und hält vor dem Rennen am Sonntag nun plötzlich alle Trümpfe in der Hand, um seine Führung im WM-Klassement sogar auszubauen.

Der Wahlmonegasse liegt mit 122 Zählern derzeit vier Punkte vor Hamilton (118) (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Qualifying für Rosberg vorentscheidend

Und die Chancen stehen gut, denn Rosberg selbst hatte das Qualifying schon im Vorfeld zum vielleicht vorentscheidenden Duell erklärt, "weil die Unterschiede zwischen uns auch im Rennen so gering sind. Es ist immer ganz schwierig, vorbeizukommen."

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Für Vettel war Rang drei eine echte Erleichterung. Der Hesse hat im Gesamtklassement auch aufgrund einer fast schon unwahrscheinlichen Pannenserie bereits 77 Punkte Rückstand auf Rosberg.

Im freien Training hatte er zudem über erneute Probleme geklagt, diesmal mit dem Getriebe. Im Qualifying lief sein RB10 aber endlich rund.

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Williams ärgert Red Bull

Zudem landete er endlich wieder deutlich vor seinem jungen Teamkollegen Daniel Ricciardo (1:15,589), der Australier wurde Sechster. Damit verlor Red Bull auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke auch seinen klaren Status als zweite Kraft an die von Mercedes-Motoren angetriebenen Williams-Boliden.

Valtteri Bottas (1:15,550) wurde Vierter vor Teamkollege Felipe Massa 1:15,578). Vizeweltmeister Fernando Alonso (15, 814) landete im Ferrari auf dem siebten Platz.

Der zuletzt so starke Nico Hülkenberg (1:16,300) musste sich im Force India mit dem elften Platz begnügen, Adrian Sutil (1:17,314) scheiterte ebenfalls im zweiten Qualifikations-Durchgang und landete auf dem 16. Platz.

"Sind nicht auf dem Schulhof"

In die Bereiche des Mercedes-Werksteams stieß jedoch erneut kein Konkurrent vor. Neben dem bemerkenswert engen sportlichen Duell von Rosberg und Hamilton wird auch in Kanada der Umgang der beiden Piloten miteinander genauestens verfolgt (SHOP: Jetzt Motorsport-Artikel kaufen).

Der Titelkampf vor den Augen der Welt stellt die Beziehung der Jugend-Kumpels auf eine harte Probe, die internen Spannungen wurden zuletzt offensichtlich.

Vor der Reise nach Kanada sollen sie aber ausgeräumt worden sein - und zwar ohne Vermittlung durch das Team. "Das müssen sie wirklich alleine regeln", sagte Teamchef Paddy Lowe bei der BBC: "Wir sind hier nicht auf dem Schulhof."

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