vergrößernverkleinern
Felipe Massa holte vor sechs Jahren seine letzte Pole Position. Die Bilder des Qualifyings ZUM DURCHKLICKEN © getty

Nico Rosberg muss im Spielberg-Qualifying überraschend beiden Williams den Vortritt lassen. Sebastian Vettel ist frühzeitig raus.

Spielberg - Weltmeister Sebastian Vettel hat beim Heimspiel ein Debakel erlebt.

Der Heppenheimer verpasste im Qualifying zum Großen Preis von Österreich (Highlights, ab 19 Uhr im TV auf SPORT1) auf dem Red Bull Ring in Spielberg das Q3 und wird nur von Platz zwölf aus ins Rennen gehen.

Die Pole Position sicherte sich überraschend Williams-Pilot Felipe Massa (Brasilien) in 1:08,759 Minuten vor seinem finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas (1:08,846).

Rosberg auf Rang drei

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg (Wiesbaden/1:08,944) musste sich auf dem nur 4,326 km langen Kurs in der Steiermark mit Rang drei zufrieden geben.

Sein englischer Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton belegte nach einem Dreher auf seiner letzten schnellen Runde ohne Zeit Rang neun vor Nico Hülkenberg im Force India.

Massa überglücklich

"Ich bin so glücklich, ein großartiger Moment", sagte Massa nach der 16. Pole seiner Karriere: "Es ist lange her, dass ich meine letzte Pole 2008 in Brasilien hatte."

Niki Lauda, Team-Aufsichtsrat bei Mercedes, würdigte die Stärke des Gegners. "Das war eine super Leistung von Williams, da kann man nur gratulieren", sagte der Österreicher bei "RTL": "Die waren schneller und besser. Das muss man ganz klar anerkennen." (SHOP: Jetzt Motorsport-Artikel kaufen).

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23AustrianGP"]

Rosberg ärgert sich

Rosberg ärgerte sich derweil über Hamiltons vermeintlichen Fehler: "Ich musste vom Gas gehen, das war sehr schade. Ich habe aber ein gutes Auto fürs Rennen und denke, dass ich schneller bin als die beiden Williams."

[tweet url="//twitter.com/nico_rosberg"]

Vettel angefressen

"Viel mehr war nicht drin, ich hatte zwei Runden, die beide zu langsam waren", so ein sichtlich angefressener Vettel:

"Heute morgen sah es etwas besser aus als gestern, wir dachten, wir machen noch einen Schritt nach vorne. Der blieb aber aus. Wir kommen dieses Wochenende nicht so gut klar wie zuletzt. Was den Grundspeed angeht, tun wir uns schwer."

Red Bull erlebt Debakel

Vettel hatte sich schon im Vorfeld des Wochenendes pessimistisch geäußert. "Im Moment schaut es so aus, dass der Vorsprung sehr groß ist", sagte der Heppenheimer mit Blick auf WM-Spitzenreiter Mercedes.

Dass die roten Bullen allerdings auch im Vergleich mit den anderen Verfolgern an Boden verlieren würden, damit war nicht zu rechnen.

Auch das teaminterne Duell gegen Kanada-Sieger Daniel Ricciardo (Australien), der auf Platz fünf landete, verlor Vettel erneut. (DATENCENTER: Das Qualifying-Ergebnis).

Bereits im Q1 hatte der Heppenheimer hoch gepokert, war in den letzten Minuten in der Box geblieben und als 15. gerade so eine Runde weitergekommen.

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23AustrianGP"]

Mercedes-Probleme noch nicht gelöst

Nach den Schwierigkeiten beim letzten Rennen in Montreal hatte Toto Wolff vor dem Qualifying bei "RTL" bereits angedeutet, dass die Probleme noch nicht ganz ausgeräumt sein könnten.

"Die Probleme sind nicht komplett aussortiert. Wir haben ein paar Gremlins, die immer wieder auftauchen. Es geht um die Kühlung rund um die Elektronik, das tritt bei vielen kurzen Geraden auf, wo nicht viel Zeit zur Abkühlung bleibt", so der Mercedes-Sportchef. Hier gibt es Tickets für die Formel 1

Kurve acht sorg für Irritationen

Für einigen Ärger sorgte die Kurve acht. Nachdem in den Trainingssessions die Fahrer reihenweise komplett über die Linie getragen wurden, gab es vor dem Qualifying eine klare Ansage: Wer mit allen vier Rädern über der weißen Linie ist, bekommt seine Zeit gestrichen.

Neun Piloten, darunter auch Ex-Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) im Ferrari, wurden im Q1 entsprechend bestraft.

Sutil im Pech

Pech hatte Sauber-Pilot Adrian Sutil (Gräfelfing), der die Qualifikation für das Q3 nur um vier Tausendstelsekunden verpasste und 17. wurde.

"Von den Resultaten her geht es nicht wirklich weiter, das ist klar. Es ist nicht so, dass wir im Rennen viele Positionen gutmachen, aber kleine Schritte machen wir schon", so Sutil: "Der große muss jetzt allerdings auch irgendwann kommen."

Rosberg führt die WM an

Im dritten freien Training am Samstagmorgen hatte Bottas bereits die Konkurrenz überrascht und die Bestzeit vor Hamilton gesetzt.

Vor dem achten Saisonlauf führt Rosberg das Klassement mit 140 Punkten vor Hamilton (118) an.

Die Silberpfeile hatten die ersten sechs Rennen gewonnen (viermal Hamilton, zweimal Rosberg), ehe Ricciardo in Montreal bei seinem Debüt-Erfolg in der Königsklasse von technischen Problemen des Top-Duos profitiert hatte. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

[kaltura id="0_ophz7je7" class="full_size" title="Red Bull macht den Spielberg Check"]

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel