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Für Sebastian Vettel lief die Rückkehr der Formel 1 nach Österreich nicht nach Wunsch. Die Bilder des Rennens ZUM DURCHKLICKEN © getty

Sebastian Vettel ist nach seinem Aus beim Red-Bull-Heimspiel in Österreich ratlos. Valtteri Bottas hat Blut geleckt.

Spielberg - Nächster Ausfall für Sebastian Vettel beim Rennen von Spielberg (Bericht).

Ausgerechnet beim Heimspiel am Red-Bull-Ring läuft für den Weltmeister von Beginn an alles schief. Nach einem Problem am RB10 fällt er weit zurück und gibt schließlich entnervt auf.

Sein Teamchef Christian Horner macht nun Druck auf Renault.

Neuer Gegner für Mercedes

Das Podium bestand einmal mehr nur aus Fahrern mit Mercedes-Motor (DATENCENTER: Ergebnis des Rennens). Trotz des geringen Vorsprungs war sich Sieger Nico Rosberg sicher, dass er "die Sache im Sack hat".

Mit Williams scheint aber ein neuer Gegner für Mercedes gefunden. Nachdem sie es in Montreal bereits andeuten konnten, gelang den Williams-Piloten mit Platz drei und vier das beste Saisonergebnis.

Für Valtteri Bottas war es sogar der erste Podeplatz in seiner Formel-1-Karriere. Für ihn soll das aber nur der Anfang gewesen sein: "Es gibt noch zwei Podiumsplätze über mir, ich habe jetzt Blut geleckt. Wir wollen höher hinaus."

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Spielberg zusammen:

Nico Rosberg (Mercedes, Platz 1):

"Das war definitiv ein cooler Tag. Alles ist so aufgegangen, wie wir das von der Strategie her geplant haben. Wir haben einfach das schnellere Auto und weniger Reifenverschleiß als die Williams. Im Verkehr war das so, dass ich verschiedene Sachen schonen musste - Bremsen und dies und jenes. Das hat es schwierig gemacht. Wegen Lewis habe ich mir keine Sorgen gemacht. Ich wusste, so lange er nicht in Angriffsnähe ist, ist alles okay. Als er in der letzten Runde dran war, wusste ich, dass er nicht mehr vorbeikommt und ich die Sache im Sack habe."

Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 2):

"Ich muss mir das alles noch mal anschauen - die Daten und auch das Feedback vom Team. Dieses Wochenende war Schadensbegrenzung angesagt. Platz zwei trotz widriger Umstände ist großartig."

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Valtteri Bottas (Williams, Platz 3):

"Ich bin total happy. Es ist ganz schwierig, das in Worte zu fassen. Vielen Dank an das Team, dass sie mir so ein Auto gegeben haben. Das ist genau das Rennen, das das Team gebraucht hat. Ich bin einfach nur glücklich. Es gibt noch zwei Podiumsplätze über mir, ich habe jetzt Blut geleckt. Wir wollen höher hinaus."

Felipe Massa (Williams, Platz 4):

"Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, dass ich nicht auf dem Podium stehe. Mein Boxenstopp war nicht so optimal. Ich kam dann in den Verkehr, mit meinen Reifen konnte ich auch nicht gegenhalten, um meine Position zu verteidigen. Insgesamt bin ich aber mit dem Ergebnis und den Punkten fürs Team zufrieden. Der Speed war da - wir konnten mit Mercedes kämpfen. Die waren zwar schneller, aber man kann hier nicht so gut überholen. Ich hatte viel Vibration in den Reifen auf den letzten Runden. Ich weiß nicht, was sonst noch drin gewesen wäre."

Nico Hülkenberg (Force India, Platz 9):

"Ich denke, zwei Punkte mehr hätten es werden können am Ende. Ich habe mir einen Kampf mit Ricciardo geliefert, musste ein paar Autos überrunden - das hat Zeit gekostet. Ich war dann im Zweikampf mit Ricciardo unterlegen. Wir haben Rad an Rad gekämpft, aber die Reifen waren bei mir auch durch. Ich habe aber auch so mit dem Auto ziemlich im Clinch gelegen heute, daher war mehr nicht drin."

Sebastian Vettel (Red Bull, Ausfall):

"Viel Lust zum Reden habe ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Ich weiß auch nicht, was am Auto los war. Ich glaube, die ersten zwei Runden waren ganz gut, dann hatte ich rasch keinen Vortrieb mehr. Ich habe keine Ahnung, was das Problem war - es hat sich dann im Endeffekt selbst behoben und ich konnte weiterfahren. Wir haben dann auf das Safety Car gehofft, aber das war nix. Mit dem Rückstand hat das keinen Sinn mehr gemacht hier - also haben wir und entschieden, jetzt Kilometer zu sparen."

Christian Horner (Red-Bull-Teamchef):

"Wir müssen einfach noch härter arbeiten, Renault muss nachlegen. Wir machen Chassis, keine Motoren. Wir haben uns auch für nächstes Jahr schon an Renault gebunden. Wir wollen aber einfach von denen, dass sie die Lücke zu Mercedes schließen. Derzeit erkennen wir keine Fortschritte. Zuverlässigkeit und Performance sind unakzeptabel. Das muss sich ändern. Es kann so nicht weitergehen. Das ist nicht gut für Renault und nicht gut für Red Bull."

Claire Williams (Stellvertretende Teamchefin Williams ):

"Die Jungs sind eine Klasse für sich. Valtteri hat einen tollen Job gemacht. Er hat das Podium verdient, er ist immer so konzentriert. Es ist auch schön fürs Team nach der Desaster-Saison letztes Jahr. Silverstone ist eine Powerstrecke. Noch mal so ein Ergebnis, das wäre großartig."

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