Nach dem Österreich-GP kritisert Peter Kohl Red Bulls Motorenpartner. Williams sieht er auf dem Weg zurück an die Spitze.

TOPS:

Hollarei Di Dudeldö Einfach geil, dass Spielberg wieder mit dabei ist. Ein großartiger Event mit ganz starkem Rahmenprogramm und besonderem Flair. Gehört unbedingt in den Jahreskalender!

Nico Rosberg: Kampfansage nach dem Qualifying im Rennen souverän umgesetzt. Kurzer Wackler noch in der letzten Runde, aber verdient dritten den Saisonsieg geholt und den Vorsprung in der Meisterschaftswertung ausgebaut. Hält im Psycho-Duell gegen Teamkollege Hamilton robust dagegen, was ihm viele nicht zugetraut haben.

Lewis Hamilton: Von Startplatz neun schon nach zwei Runden auf vier nach vorne katapultiert. Hat alles versucht, Rosberg zu schlagen. Auch wenn es nicht gereicht hat für den Sieg, dennoch ein gutes Rennen. (910297DIASHOW: Die Bilder des Österreich-GP)

Williams: Ein ganz starkes Wochenende für die Truppe von Sir Frank. Gut so. Ein Traditionsteam auf dem Weg zurück an die Spitze. Sie haben dem Mercedes-Werksteam das Leben schwer gemacht, für Unterhaltung und Abwechslung gesorgt. Lediglich der erste Boxenstopp von Massa kam viel zu spät, dadurch hat er definitiv eine Podiumsplatzierung verloren.

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Valtteri Bottas: Gratulation an den Finnen zu seiner ersten Podiumsplatzierung. Eine coole Socke, die für starke Leistungen endlich auch gebührend belohnt wird. Der heizt Kollege Massa im teaminternen Duell gewaltig ein. Weiter so!

Sergio Perez: Überragendes Rennen des Mexikaners von Startplatz 16 aus mit einigen Führungsrunden und sehr guten Zweikämpfen.

Kevin Magnussen: Zum vierten Mal in der Qualifikation schneller als Ex-Weltmeister Button, auch im Rennen schneller als der erfahrene Engländer. Am Ende verdientermaßen belohnt mit Punkten.

Daniil Kwjat: Souverän mit dem Toro Rosso in die Top Ten beim Qualifying eingezogen. Schwacher Start, aber anschließend mit wirklich gutem Rennen. Dass die Hinterrad-Aufhängung kollabiert und er ausscheidet, dafür kann er nichts. Ich bin immer wieder erstaunt, wie cool der Direkt-Aufsteiger aus der GP 3 seinen Job absolviert!

Daniel Ricciardo: Bei allen Problemen von Red Bull bleibt er sich treu, verbreitet gute Laune, holt raus, was zu holen ist. Im Qualifikations-Duell führt er mit 6:2 gegen Vettel. Bockstark sein Manöver gegen Hülkenberg in der Schlussrunde!

Boxenfunk mit Räikkönen: "Kimi, Du fährst bis zum Schluss gegen Button, wir brauchen pro Runde zwei Zehntel von Dir." Iceman: "Dann gebt mir mehr Leistung." - Immer wieder gut für einen Lacher - Sein Renningenieur hat aber kein leichtes Leben mit dem Finnen, bei dem in der Kommunikation mit anderen immer wieder Eiswürfel aus dem Mund kullern.

SO LALA:

Kimi Räikkönen: Der Ferrari war durchaus verbessert. Alonso im Ziel nur 18 Sekunden hinter Sieger Rosberg, die Rückstände werden geringer. Aber der Finne hat immer noch Probleme mit dem Bremssystem auf der Hinterachse und mit den Reifen. Ein Fahrer seiner Qualität sollte sich schneller umstellen und anpassen können. Er wird derzeit unter Wert geschlagen - schade.

Toro Rosso: Starke Vorstellungen in den Freien Trainings und im Qualifying zumindest von Kvyat, der Sebastian Vettel schlagen konnte. Die neuen Front- und Heckflügel, sowie der neue Diffusor haben das Auto signifikant schneller gemacht, umso schmerzhafter der Doppel-Ausfall im Rennen aufgrund von Materialmängeln.

Das Rennen: Dank malerischer Kulisse und irrer Stimmung auf den Tribünen soweit o.k., aber es fehlte das Salz in der Suppe. Zu wenige Zweikämpfe und Überholmanöver, dabei waren sich alle einige, dass man auf der Berg- und Talbahn an mehreren Stellen gut überholen kann. Da geht mehr, wie wir in anderen Rennserien durchaus schon häufiger hier gesehen haben.

FLOPS:

Red Bull: Den Heim-Auftritt haben sie total vergeigt. Eine ganz schwache Vorstellung. Ohne Wenn und Aber. Auch vom Titelverteidiger Vettel, der überhaupt nicht in Tritt kam, bevor technische Probleme ihn endgültig ausbremsten. Der Auffahr- Unfall mit Gutierrez war dann noch der Gipfel, unnötig wie ein Kropf. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Renault: Was für Luftpumpen im Vergleich zum Mercedes-Antriebsstrang. Das Ergebnis auf dieser Motoren-Strecke sagt alles.

Sauber: Der Unsafe Release von Gutierrez und der folgende Funkspruch, sofort anzuhalten, der leider bei Sutil landete und den Deutschen einige Positionen gekostet hat, waren die negativen Höhepunkte in einer ansonsten von Haus aus mauen Vorstellung. Der Sauber C33 ist nach wie vor nicht wirklich konkurrenzfähig.

Lotus: Die Truppe aus Enstone schien den Anschluss schon fast geschafft zu haben, nach Montreal kam aber in Spielberg der nächste Nackenschlag. Eine bittere Enttäuschung für Grosjean und Maldonado, denen es wirklich schwer gemacht wird, den Kopf oben zu behalten.

Jenson Button: Frühere Erfolge und seine Erfahrung hin oder her, er muss sich langsam was einfallen lassen, gegen Rookie Magnussen sieht er derzeit teamintern nicht so gut aus. Das ist ein bisschen dünn, was der Triathlon-Mann gerade zeigt.

Nico Hülkenberg: Sorry Nico, das Wochenende war ein Satz mit X. Perez war diesmal deutlich besser. Eine klare Niederlage.

Die Rückkehr in die Steiermark hat für ordentlich Abwechslung gesorgt. In Silverstone steht jetzt das Heimspiel für die meisten Teams an, denn fast alle sind in England ansässig. Und Silverstone war immer schon gut für packende Grand Prixs. Ich freue mich schon drauf.

Bis demnächstPedal To The MetalIhr Peter Kohl

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