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Nico Hülkenberg debütierte 2010 in der Formel 1

Nico Hülkenberg freut sich über die chaotischen Verhältnisse am Ende des Silverstone-Qualifyings. Jenson Button ist überwältigt.

Silverstone - Kurz vor dem Ende des Qualifyings in Silverstone (Bericht) lag Lewis Hamilton klar auf Kurs in Richtung Pole-Position vor hemischem Publikum. Doch dann machten ihm die Verhältnisse einen Strich durch die Rechnung.

Während Hamilton glaubte, sich auf der nassen Strecke nicht mehr verbessern zu können, und an die Box fuhr, zogen gleich fünf Piloten am WM-Zweiten vorbei. (DATENCENTER: Ergebnis des Qualifiyings)

Auch Nico Hülkenberg, der am Ende einen hervorragenden vierten Platz belegte, verdrängte den Briten und sprach anschließend von "russischem Roulette" in der Schlussphase. Ihm selbst kam das zugute, weshalb er über sein "cooles Resultat" jubelte.

Button überglücklich

Dank Jenson Button hatten die Fans aus dem Vereinigten Königreich dennoch Grund zur Freude.

Der Ex-Weltmeister wurde am Ende Dritter und fuhr damit sein bestes Qualifying-Ergebnis seit November 2012 ein.

Dementsprechend überwältigt war er im Anschluss an einen ereignisreichen Tag, auch wenn er seine Chancen für das Rennen (So., ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER, Highlight ab 22 Uhr im TV auf SPORT1) nicht allzu hoch einschätzt.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Silverstone zusammen:

Nico Rosberg (Mercedes, Startplatz 1):

"Das war ein großes Durcheinander am Ende, weil sich die Bedingungen ständig geändert haben. Es war eine super Zusammenarbeit mit dem Team, deshalb bin ich sehr happy. Meine letzte Runde musste ich ganz dicht hinter meinem Teamkollegen starten, aber es ging nicht anders. Zum Glück hat er dann die Runde abgebrochen. Im letzten Sektor war es dann plötzlich total trocken und ich konnte sehr viel Zeit rausholen."

Sebastian Vettel (Red Bull, Startplatz 2):

"Ich bin sehr glücklich, auch wenn es heute eine Lotterie war. Solche Bedingungen gibt es nur hier auf der Insel. Es war ein Vorteil, dass ich als einer der letzten Piloten meine schnelle Runde fahren konnte. Aber auch das ist immer mit Glück verbunden. Der zweite Platz ist eine tolle Sache, obwohl der Abstand nach vorne doch sehr groß ist. Ich freue mich auf das Rennen. Wer weiß, vielleicht wird es ja wieder nass, das würde mich nicht stören."

Jenson Button (McLaren, Startplatz 3):

"Ich fasse es nicht, dass ich unter den ersten Drei bin! Das macht mir besonders vor dem eigenen Publikum so viel Freude. Im ersten Quali-Teil war ich nur Vierzehnter, hätte um ein Haar das Auto neben die Bahn gesetzt, umso erleichterter bin ich jetzt. Aber ich bin Realist - auf trockener Bahn werde ich diesen Platz kaum halten können. Wenn wir Mischverhältnisse haben sollten, dann schaut es wieder ganz anders aus. An meinem Einsatz wird es sicher nicht liegen."

Nico Hülkenberg (Force India, Startplatz 4):

"Es war heute ein bisschen wie beim Russischen Roulette. Ich hatte schon gedacht, dass alles gelaufen ist. Aber dann ging es plötzlich. Die Strecke trocknet sehr schnell ab, wenn so viele Autos gleichzeitig unterwegs sind. Ich habe gekämpft wie ein Löwe. Der vierte Platz ist ein cooles Resultat. Heute war nicht so viel Wind wie am Freitag, das hat uns sehr geholfen."

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 6):

"Ich hab die letzte Runde einfach nicht hinbekommen. Alles ging sehr schnell bei diesen Bedingungen und ich konnte nicht mehr zulegen. Ich entschuldige mich bei den Fans. Ich werde das alles analysieren und morgen stärker zurückkommen."

Adrian Sutil (Sauber, Startplatz 16):

"Ich habe heute leider einen Fehler gemacht. Bei meinem Ausritt ins Kiesbett habe ich nicht gesehen, dass es in der vorausgegangenen Kurve sehr feucht war. Das Heck meines Autos ist ausgebrochen, ich verlor die Kontrolle und bin daraufhin im Kies stecken geblieben. Es waren für uns alle heikle Bedingungen. Das Auto war schwierig zu fahren, der Grenzbereich ist sehr limitiert, und deshalb können solche Fehler schnell passieren."

Fernando Alonso (Ferrari, Startplatz 19):

"Es war ein schreckliches Qualifying für uns. Da wir ausgeschieden sind, haben wir irgendwas falsch gemacht. Wir haben zum falschen Zeitpunkt die falschen Reifen drauf gehabt. Das kann bei so einem Wetter aber immer passieren. Wir müssen morgen im Rennen versuchen so viel Spaß wie möglich zu haben, vielleicht das ein oder andere schöne Überholmanöver zeigen. Heute haben wir in der Startaufstellung leider null Punkte geholt."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportdirektor):

"Lewis hat den Mittelsektor abgebrochen, weil er keine Möglichkeit zur Verbesserung gesehen hat. Er wusste nicht, dass es dann bei den anderen im letzten Sektor so gut läuft. Das war ein Fehler. Heute war es schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen. Alle hatten bis kurz vor Schluss auf den Regen gesetzt, aber plötzlich gingen die Zeiten dann nochmal nach unten." Hier gibt es Tickets für die Formel 1

Christian Horner (Red-Bull-Teamchef):

"Es war nicht überall gleich nass, so dass wir uns am Ende noch einmal steigern konnten. Sebastian hat es super hinbekommen, bei Daniel hat es leider nicht so gut geklappt. Bei trockenen Bedingungen sind wir im Rennen etwa 0,3 Sekunden langsamer als die Mercedes, so dass es morgen sicher sehr schwer wird gegen Lewis und Nico. Aber beim englischen Sommer weiß man nie, wie sich das Wetter entwickelt."

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