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Fernando Alonso liegt mit vier Punkten auf Platz fünf der WM-Wertung © imago

Fernando Alonso ist aus dem Häuschen, Ferrari ratlos und Nico Rosberg, wo er seiner Meinung nach hingehört - die Reaktionen zur Quali.

München - Das Qualifying zum Großen Preis von China in Schanghai (So., 8.45 Uhr LIVE) brachte gleich mehrere Premieren mit sich.

Erstmals in der Saison 2009 steht kein Brawn-Bolide auf Startplatz eins, Sebastian Vettel holte die erste Pole Position für Red Bull (Quali-Bericht: Vettel schlägt eiskalt zu).

BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica musste schon im ersten Qualifying-Durchgang die Segel streichen - Premiere (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Und Doppel-Weltmeister Fernando Alonso steht erstmals nach seit dem Saisonfinale 2008 wieder in der ersten Startreihe.

Sport1.de hat die Reaktionen zur Qualifikation des dritten Saisonrennens zusammengestellt:

Sebastian Vettel (Red Bull / Pole Position):

Ich bin sehr, sehr happy - es ist unglaublich. Das hat auf den letzten Drücker geklappt! Ich hatte in jeder Quali-Session nur einen Run, aber wie man sieht, genügt das. Man darf sich dann eben keinen Fehler erlauben. Einen Riesendank an all die Mechaniker, die buchstäblich die ganze Nacht durchgearbeitet haben, und an das ganze Team. Wir haben es geschafft!

Fernando Alonso (Renault / Startplatz 2):

Unser R29 war schon im dritten Training sehr schnell, aber uns blieben nur drei Runden, um die neuen Teile zu testen. Im Qualifying dann in die erste Startreihe zu fahren, bedeutet einen großen Motivationsschub für das Team. Es ist fast unglaublich. So einen Kraftakt habe ich noch nie gesehen. Das Team arbeitete während der zurückliegenden Wochen 24 Stunden am Tag, um die neuen Teile anzufertigen - und heute lag es an uns zu zeigen, dass sich diese Anstrengung gelohnt hat.

Jenson Button (Brawn GP / Startplatz 5):

Unser Auto fühlt sich gut an, aber einige sind schneller als wir erwartet haben. In Q2 hat man gesehen, dass die Red Bull sehr stark in den schnellen Kurven sind. Da war klar, dass wir einen harten Kampf vor uns haben. Es wird interessant zu sehen, wie die verschiedenen Strategien funktionieren. Natürlich wäre ich lieber in der ersten Reihe, aber wir werden unser Bestes geben - mal sehen, was im Rennen passiert! (DATENCENTER: Der WM-Stand)

Nico Rosberg (Williams / Startplatz 7):

Hier stehen wir nun einmal im Moment. Wir sind das viertbeste Team, deshalb ist der siebte Platz ungefähr das, was wir erwartet haben. Von der Strategie her sehen wir gut aus, und ich mache mir keine Sorgen um unseren Speed im Rennen. Vielleicht haben wir nach Australien und Malaysia nun mal ein bisschen Glück. Die Überraschung des Tages ist für mich Fernando Alonso. (Keke Rosberg im Sport1.de-Interview)

Kimi Räikkönen (Ferrari / Startplatz 8):

Natürlich bin ich nicht zufrieden. Angesichts unseres aktuellen Potenzials müssen wir aber damit leben. Wir haben alles aus dem Auto herausgeholt, aber wir hatten für den dritten Qualifying-Durchgang keine neuen Reifen mehr. Daher ist es schon eine Leistung, ein paar unserer Gegner hinter uns gelassen zu haben. Das Problem ist immer noch dasselbe: Wir sind einfach nicht schnell genug.

Nick Heidfeld (BMW-Sauber / Startplatz 11):

Ich habe das Q3 zwar nur um eine Hundertstelsekunde verpasst, aber man sieht, dass wir generell zu langsam sind. Wir hoffen, dass uns ein Aerodynamik-Update, das wir für den Großen Preis von Spanien bekommen, hilft. Jetzt müssen wir erst mal das Beste aus unserer Situation machen. Für das Rennen gibt es eine gewisse Regenwahrscheinlichkeit, das wäre natürlich super. Wir werden uns jetzt sorgfältig eine Rennstrategie überlegen. Weil ich nicht unter den ersten Zehn bin, kann ich meine Benzinmenge frei wählen.

Felipe Massa (Ferrari / Startplatz 13):

Jetzt fahren wir also ohne KERS, und das Ergebnis ist, das unsere Performance weiter abfällt. Das kommt zu unserem Nachteil in Sachen Abtrieb hinzu. Unser Kampf um die WM wird nun noch mehr beeinträchtigt. Wir müssen nun die Entwicklung des Autos vorantreiben, aber es wird schwer, aufzuholen.

Robert Kubica (BMW-Sauber / Startplatz 17):

Das Auto hatte keinen Grip und war ganz und gar nicht einfach zu fahren. Mit den weichen Reifen musste ich echt kämpfen. Das habe ich so nicht erwartet. Hinzu kam noch ein Verbremser in Turn 12, der mich Zeit gekostet hat.

Timo Glock (Toyota / Startplatz 19):

Ich hatte am Morgen schon nach drei oder vier Runden des Trainings ein Getriebeproblem und habe so die gesamte Session verloren. Schon in Q1 war es schwierig zu fahren, das Auto fühlte sich unterschiedlich zu Freitag an. Ich habe mich nicht richtig wohl gefühlt, und als ich in meiner letzten Runde einen Fehler machte, war's das dann. Aufgrund der Rückversetzung starten wir nun von ganz hinten - wir müssen also auf Regen hoffen.

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