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Adrian Sutil hat in seiner Karriere bisher einen WM-Punkt eingefahren © getty

Sutil crasht in Schanghai kurz vor Schluss und fühlt sich an Monaco erinnert. Glock rammt Heidfeld und schimpft auf das Wetter.

München - Der Dauer-Regen beim Großen Preis von China verlangte den Formel-1-Piloten einiges ab (Regen-Gott Vettel macht alle nass).

Nick Heidfeld (BMW-Sauber) sprach hinterher von "katastrophalen Bedingungen", und auch Timo Glock haderte nach der Wettfahrt von Schanghai mit den schlechten Sichtverhältnissen.

Knüppeldick kam es für Adrian Sutil im Force India, der sechs Runden vor Schluss an Position sechs liegend die Kontrolle über sein Auto verlor. "Es ist schwer zu glauben", sagte der 26-Jährige.

Sport1.de hat die Reaktionen auf den dritten Grand Prix der Saison zusammengestellt:

Sebastian Vettel (Red Bull / 1. Platz): "Ich glaube, wir haben alle ein bisschen gezittert. Ich bin sehr stolz, dass ich ein Rennen für Toro Rosso und eins für Red Bull gewinnen konnte. Das Rennen war extrem schwierig. Es ab extrem viel Aquaplaning. Man konnte fast nicht bremsen. Aber es ist alles gut gegangen. Das Auto hat bis zum Schluss gehalten. Natürlich ist der Doppelsieg fantastisch. Ich bin überglücklich, und das erste Mal ins Ziel gekommen zu sein dieses Jahr mit einem Sieg ist wirklich toll."

Mark Webber (Red Bull / 2. Platz): "Unser Team hat schon viel mitgemacht, das ist nun der verdiente Lohn. Es ist mein bestes Karriere-Ergebnis. Ich hoffe, dass ich irgendwann noch eine Stufe besser sein kann."

Jenson Button (Brawn GP / 3. Platz): "Heute konnten wir mit Red Bull nicht mithalten, die enorm schnell waren, aber es ist großartig sechs Punkte geholt zu haben. Das ist wichtig für unsere Konstanz. Ich denke, jeder hatte heute mit dem Aquaplaning zu kämpfen, es waren schon verrückte Bedingungen vor der letzten Kurve. Da war ein See und ich konnte überhaupt nicht bremsen."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes / 6. Platz): "Dass wir ins Ziel gekommen sind und zuverlässig waren, ist fantastisch. Am Anfang war es ganz gut, als ich noch Grip hatte. Aber wie immer weiß ich nicht, ob es mein Fahrstil ist oder das Auto, dass wir die Reifen so schnell kaputt fahren. 15 Runden vor Schluss war mein linker Vorderreifen fertig."

Timo Glock (Toyota / 7. Platz): "Es war ein sehr hartes Rennen, besonders am Anfang. Ich war sehr überrascht, als das Rennen freigegeben wurde. Denn wenn man im hinteren Teil fährt, dann sieht man kaum etwas. Es war wie blind zu fahren. Ich hab mir den Frontflügel beschädigt als ich Nick berührt habe. Es war schwierig zu sehen, ich habe meinen Bremspunkt verpasst und ihn gerammt."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber / 12. Platz): "Natürlich bin ich von diesem Rennergebnis enttäuscht, aber gleichzeitig bin ich froh, überhaupt ins Ziel gekommen zu sein. Die Bedingungen waren katastrophal. Als das Safety Car verschwand waren die Reifenabdrücke stark abgesackt. Dann fuhr mir in der 13. Runde Timo Glock ins Auto, die Beschädigungen am Auto haben natürlich auch nicht geholfen. Trotzdem war ich gegen Rennende auf Kurs, um wenigstens ein oder zwei Punkte zu holen, aber dann flog von Adrian Sutils Unfall ein Haufen Kram auf der Strecke herum, darunter auch ein Rad. Ich habe versucht, ihm auszuweichen, aber das eierte da völlig unberechenbar herum und traf mich. Danach fühlte sich mein Auto ganz seltsam an, so habe ich noch vier Positionen verloren."

Nico Rosberg (Williams / 15. Platz): "15 Runden vor Ende des Rennens waren wir in keiner guten Position. Also habe ich gefragt, ob wir auf Intermediates gehen sollen, weil ich dachte, dass wir etwas riskieren sollten. In den ersten Runden ging es sehr gut. Doch dann kam unglücklicherweise mehr Regen und alles war vorbei. In einer Woche fahren wir in Bahrain und ein gutes Ergebnis, dass jeder im Team verdient hätte, ist überfällig."

Adrian Sutil (Force India / ausgefallen): "Es ist einfach schade. Du bist so fokussiert und denkst, du kannst es schaffen, aber das Auto war am Ende völlig außer Kontrolle. Ich hatte das gleiche Gefühl wie in Monaco - es ist schwer zu glauben, wenn du im Auto sitzt und plötzlich alles verlierst aus einer so aussichtsreichen Position.

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