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Lewis Hamiltons vierter Platz in Bahrain war McLarens bestes Saisonergebnis © getty

Bei McLaren-Mercedes geht es in Bahrain bergauf. Für das Team aber kein Grund zur Freude. Die Stimmen zum Grand-Prix:

München - Es sollte die Wachablösung in der Formel-1-Saison 2009 werden. Doch Toyota verpasste trotz Doppelführung am Start den ersten Saisonerfolg und Brawn-GP-Pilot Jenson Button stand nach dem Rennen wieder ganz oben. (Button schlägt zurück)

"Ich bin etwas enttäuscht, denn ich wartete auf den ersten Sieg für Toyota", zeigte sich der Drittplatzierte Jarno Trulli hinterher frustriert.

Dagegen verzeichneten McLaren-Mercedes mit dem vierten Platz von Lewis Hamilton und Ferrari mit Rang sechs durch Kimi Räikkönen einen deutlichen Aufwärtstrend.

Für Norbert Haug dennoch kein Grund zur Freude: "Beim vierten Platz macht man keinen Flickflack", gab ich der Mercedes-Sportchef kühl. Sport1.de hat weitere Stimmen zum Bahrain-Grand-Prix.

Jenson Button (Brawn-GP, Platz eins):

"Er (Lewis Hamilton) ist sehr schwierig zu überholen, aber in der ersten Runde machte er ein paar Fehler, ich stach nach innen und auf der Geraden dachte ich, dass ich neben ihn fahren kann. Das tat ich, aber er drückte seinen Knopf und kam nach vorn, ich schnappte mir ihn jedoch bei der Zufahrt auf die erste Kurve. Dieses Überholmanöver war der Schlüssel zum Rennen."98107(Bilder des Rennens). "Wir hatten keinen Wettbewerbsvorteil. Es ist das vierte Überseerennen, wir haben eine Menge Teile, die geändert werden müssen und langsam etwas alt sind, es ist aus diesem Grund großartig, dass wir so aus diesem Rennen heraus gehen. Nun hoffen wir, dass wir das Auto verbessern können."

Sebastian Vettel (Red Bull, Platz zwei):

"Ein gutes Resultat nach einem schwierigen und verdammt heißen Rennen. Ich bin am Start etwas überrascht worden, habe in der Mitte zwischen Lewis Hamilton und Jenson Button festgesteckt, musste sie vorlassen und habe so zwei Positionen verloren. Da habe ich vielleicht einen Fehler gemacht, und das hat ein bisschen unser Rennen verdorben. Ich habe dann erst hinter Lewis Hamilton festgesteckt, später hinter Jarno Trulli. Zum Glück konnte ich länger draußen bleiben, so hat es noch zu Platz zwei gereicht. Ein paar kleine neue Teile am Auto - dann werden wir ihnen das Leben noch schwerer machen. Ich bin sehr optimistisch."

Jarno Trulli (Toyota, Platz drei):

"Ich bin etwas enttäuscht, denn ich wartete auf den ersten Sieg für Toyota. Unglücklicherweise kostete mich der Start einer Position. Von da an war es ein hartes Rennen. Ich folgte meinem Teamkollegen, ich sollte länger fahren, und während des zweiten Rennabschnitts fuhren wir einen langen Turn auf harten Reifen. Ich hatte wirklich mit einer Menge Autos zu kämpfen. Dabei war ich nicht wirklich schnell, auf den härteren Reifen war ich dennoch konkurrenzfähig."

Timo Glock (Toyota, Platz sieben):

"Das war ein schwieriges Rennen. Ich hatte einen vielversprechenden Start und ich war überrascht, vor Jarno zu landen. Dann mussten wir als Erste tanken, was schon kritisch war. Ich weiß nicht, wie viele Sekunden ich in den ersten zwei Runden auf den harten Reifen verloren habe. Ich bekam keine Temperatur auf die Reifen und ich habe das Rennen wirklich in diesem Rennabschnitt verloren."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, Platz vier):

Mein Start war ziemlich gut. Leider konnte ich den dritten Platz nicht halten - Jenson war in den Kurven so schnell, so hat er mir ständig den Weg abgeschnitten. Ich bin glücklich über den vierten Platz. Die Toyotas , Red Bulls und Brawns waren so schnell in den Hochgeschwindigkeitskurven, dass es unmöglich war, mit ihnen mitzuhalten. Aber es ist ein weiterer ermutigender Schritt für das Team. In Barcelona wird er Abstand wohl wieder etwas größer sein, weil es ein Kurs mit hohen Fliehkräften ist. Nochmal eine Top5-Platzierung wird schwer."

Felipe Massa (Ferrari, Platz 14):

"Ich hatte während des gesamten Rennens ein großes Problem. Meine Telemetrie funktionierte nicht für die Jungs an der Box, zudem arbeitete mein KERS ebenfalls nicht allzu gut, ich verlor das KERS am Start. Aus diesem Grund hatte ich keinen großartigen Start und steckte in der ersten Kurve in einem großen Sandwich zwischen Rubens und Kimi. Dort büßte ich meinen Frontflügel ein. Das war es dann. Dann hing ich im Verkehr fest, konnte nicht allzu viel machen, um ehrlich zu sein."

Nico Rosberg (Williams, Platz neun):

"Heute lief es nicht so gut. Ich fuhr am Limit, aber wir waren einfach nicht schnell genug. Ich habe am Start viele Plätze verloren, weil die KERS-Autos an mir vorbei geflogen sind. Das hat mich geschockt, da ich eigentlich einen guten Start hatte.

Wie jeder andere, werden wir für Barcelona einige neue Teile fertig haben und ich hoffe, unser Paket wird wettbewerbsfähig sein."

Robert Kubica (BMW, Platz 18):

"Mein Rennen war schon nach der ersten Kurve gelaufen. Ich war zwischen Nick und einem anderen Auto, wir haben uns berührt, und ich habe meinen Frontflügel zerstört. Danach lief die Kommunikation mit der Boxencrew nicht rund. Ich wollte direkt zum Boxenstopp, konnte aber erst eine Runde später rein fahren. Anschließend war das Rennen sehr schwierig, denn ich hatte einen langen Stint in einem schweren Auto auf den härteren Reifen. Wir waren viel zu langsam. Ich hoffe, dass wir in Barcelona einen großen Schritt machen werden."

Nick Heidfeld (BMW, Platz 19):

"Das Ergebnis ist eine Katastrophe, auch wenn wir nicht gerade vom Glück verfolgt waren mit der Kollision in der ersten Kurve. Erst dachte ich, die Aufhängung sei gebrochen, aber wenigstens konnte ich mit einer neuen Fahrzeugnase weiterfahren. Die erste Rennhälfte mit den härteren Reifen war schwierig, die weichere Mischung hat es ein bisschen leichter gemacht. Wie auch immer: Es ist ein weiteres Rennen zum Vergessen, und wir hoffen alle auf Verbesserungen in Barcelona."

Mario Theissen (BMW-Motorsportdiektor):

"Wir haben gewusst, dass dies erneut ein ganz schwieriges Wochenende werden würde. Klar war auch, dass die Gefahr einer Kollision umso größer wird, je weiter hinten man steht. Hier waren unsere beiden Fahrer prompt früh von Kollisionen betroffen, wodurch das Rennen praktisch gelaufen war. Wir konzentrieren uns nun auf das Rennen in Barcelona, wo wir ein Aero-Entwicklungspaket an den Start bringen werden."

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