vergrößernverkleinern
Michael Schumacher fuhr von 1996 bis 2006 für Ferrari und holte fünf WM-Titel © getty

Der Ex-Weltmeister soll Ferrari auch künftig beraten - sein Sonderstatus im Team ist aber futsch. Übernimmt ab nächster Saison Niki Lauda?

Manama - Michael Schumacher soll Berater bei Ferrari bleiben, hat allerdings im Formel-1-Team keine wichtige Funktion mehr.

"Er war letztes Jahr bei ein paar Rennen, er kam zu Beginn der Saison und er wird zurückkommen. Aber er hat keine verantwortliche Rolle im Team, weil er keine Zeit hat, in Maranello zu sein", sagte Luca di Montezemolo.

"Er wird weiter Ideen und Vorschläge als Berater geben - nicht mehr und nicht weniger", so der Ferrari-Präsident.

Der siebenmalige Weltmeister sei "Teil der Familie und der Geschichte Ferraris" und habe gute Beziehungen zum Formel-1-Teamchef Stefano Domenicali.

"Er hat nein gesagt"

Genau diese Position hatte di Montezemolo dem Deutschen nach seinem Rücktritt Ende 2006 angeboten: "Ich habe ihn gefragt: Willst du für ein Jahr die rechte Hand von Jean Todt werden und ihn dann ersetzen? Er hat nein gesagt. Das tut mir leid, Michael hat eine gute Mentalität, aber ich verstehe, dass sein Leben jetzt ein anderes ist."

Schumacher arbeitet hauptsächlich an der Entwicklung von Straßenautos der Scuderia. (DATENCENTER: Ergebnis und WM-Stand)

Kritik für Schumi

Schumacher war heftig in die Kritik geraten, nachdem er beim Großen Preis von Malaysia in Ferrari-Uniform am Kommandostand gestanden und strategische Fehlentscheidungen nicht verhindert hatte.

In den ersten drei Saionrennen hatten die Roten ("Di Montezemolo: "Wir dürfen nicht als Comedytruppe auftreten") keinen einzigen Punkt geholt, das war der schlechteste Saisonstart seit 1981.

Lauda zu Ferrari?

Deshalb gibt es in Italien bereits Spekulationen, dass beim amtierenden Konstrukteurschampion Schumacher im nächsten Jahr durch Niki Lauda ("Ferrari hat eine Spaghetti-Kultur") ersetzt werden könnte.

Der Millionenvertrag des Ex-Champions bei Ferrari läuft Ende dieses Jahres aus.

Positives überwiegt

"Michael ist ein wichtiger Teil unseres Teams, und er arbeitet hart für uns", sagte Domenicali, übte aber auch Kritik.

"Michael ist für die Truppe sehr wichtig. In bestimmten Momenten kann er aufgrund seiner Persönlichkeit beschwerlich sein, aber die positiven Dinge überwiegen bei weitem die negativen," so der Teamchef.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel