Carlos Gracia, Vize-Präsident des Automobil-Weltverbands FIA, hat sich gegen eine Strafverschärfung gegen Ferrari in der Stallorder-Affäre von Hockenheim ausgesprochen.

"Man hat sich entschieden, den Fall an den Motorsport-Weltrat zu geben. Aber dort wird nichts passieren", sagte der Spanier der Zeitung "AS": "Das Vergehen wurde bereits geahndet. Ferrari hat die Strafe akzeptiert, und die Sache ist damit vom Tisch. Man kann nicht zweifach für ein Vergehen bestraft werden."

Ferrari war nach der Teamorder beim Deutschland-Grand-Prix am Wochenende von den Rennkommissaren mit einer Strafzahlung von 100.000 US-Dollar (77.000 Euro) belegt worden.

Gracia beurteilte das Ferrari-Manöver als klaren Regelverstoß, hat aber dennoch Verständnis für die Aktion: "Vettel kam von hinten auf. Der hätte ihnen den Sieg noch streitig machen können. Alonso war klar der schnellere Mann."

Ein Termin für die Sitzung des FIA-Weltrats in der Angelegenheit ist weiter offen. Turnusmäßig ist das Treffen des Gremiums für den 10. September anberaumt, da würde es allerdings mit dem Training zum Italien-Grand-Prix in Monza kollidieren.

"Über einen Termin wird derzeit beraten", wurde ein FIA-Sprecher zitiert.

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