Michael Schumacher stand nach seinem harten Manöver gegen Rubens Barrichello in Runde 66 des Ungarn-GP offenbar kurz vor dem Ausschluss.

Nur die Zeitknappheit vier Runden vor Rennende habe die Disqualifikation des Mercedes-Stars verhindert, sagte der ehemalige Formel-1-Pilot Derek Warwick gegenüber "autosport.com".

Warwick war Mitglied der Rennkommission, die Schumacher im Anschluss an das strittige Manöver mit einer Strafversetzung um zehn Plätze beim kommenden Belgien-Grand-Prix belegte.

"Ihm die Schwarze Flagge zu zeigen, wäre ein deutlicheres Signal an unsere jungen Fahrer gewesen", sagte Warwick bei "BBC Radio 5 Live": "Aber als wir den Video-Beweis hatten, hatten wir keine Zeit mehr und mussten ihn rückwirkend bestrafen."

Warwick deutete an, dass ein Ausschluss des deutschen Superstars für ein oder zwei Rennen offenbar durchaus erwogen wurde. "Aber wir dachten, eine Strafversetzung um zehn Plätze ist für Spa eine harte Bestrafung. Es nimmt ihn sozusagen aus dem Rennen. Hoffentlich lernt er daraus und registriert, dass die neuen Stewards diese Art von Fahrstil nicht tolerieren."

Schumacher hatte sich am Montag für die Aktion gegen Barrichello entschuldigt und das Manöver selbst als zu hart bezeichnet.

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