Im Olympiajahr 2014 könnte die Gastgeberstadt Sotschi auch Schauplatz des ersten Formel-1-Rennens in Russland sein.

Premierminister Wladimir Putin soll am Donnerstag in Moskau eine entsprechende Vereinbarung der Regierung mit dem russischen Automobilverband unterschreiben und das Millionenprojekt damit auf den Weg bringen.

"Wenn Putin am Donnerstag unterschreibt, werde ich es am Freitag tun", sagte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der schon seit einiger Zeit einen Grand Prix in Russland auf seiner Wunschliste hat.

2002 war das Projekt in Moskau kurz vor der Vertragsunterzeichnung gescheitert, weil Moskaus mittlerweile abgesetzter Bürgermeister Juri Luschkow mit den finanziellen Vereinbarungen nicht einverstanden war.

Genau das ist ein Hauptproblem, das der russische GP2-Fahrer Iwan Samarin auch in Sotschi sieht: "Wir Russen wollen bei allem immer möglichst viel Geld verdienen. Davon müssen wir uns in diesem Fall erstmal lösen."

Samarin hält die Idee eines Formel-1-Rennens in Russland mittelfristig ohnehin für völlig abwegig. "Ein Land, das noch nie ein Rennen ausgerichtet hat, will gleich mit der Formel 1 anfangen. Wir sollten erstmal ein paar taugliche Rennstrecken bauen, ein nationales Championat ins Leben rufen und uns so zur Formel 1 hocharbeiten", sagte Samarin.

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