Wegen der anhaltenden Unruhen im Golfstaat Bahrain ist möglicherweise auch der Auftakt der Formel-1-Saison 2011 gefährdet.

Der erste WM-Lauf des Jahres soll am 13. März ausgetragen werden, bereits zehn Tage vorher (03. bis 06. März) stehen dort Tests auf dem Programm.

Am Donnerstag wurde bereits das für Freitag und Samstag vorgesehene Rennen der asiatischen GP2-Serie nach den Meldungen über Zusammenstöße in der Hauptstadt Manama abgesagt.

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten, die sich nach dem Vorbild von Tunesien und Ägypten für Reformen stark machen, und der Polizei wurden bislang fünf Menschen getötet.

Mit zunehmender Sorge beobachtet Formel-1-Boss Bernie Ecclestone die Entwicklungen in Bahrain. Ob der WM-Auftakt aber wirklich gefährdet ist, vermag der Brite derzeit nicht zu sagen.

"Ich habe keine Idee. Es ist schwer, wirklich einzuschätzen, was dort im Moment passiert. Ich werde versuchen, möglichst schnell mit dem Kronprinzen zu sprechen. Wir sind in unseren Reaktionen darauf angewiesen, was sie uns mitteilen", sagte Ecclestone dem "Daily Telegraph".

Der 80-Jährige teilte mit, dass derzeit noch mit keinem Team wegen der aktuellen Situation in Bahrain Kontakt aufgenommen worden sei. Bislang habe er sich dort "immer sehr sicher gefühlt", so Ecclestone, "aber man weiß nie. Die Welt verändert sich."

Für Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug steht die Sicherheit an erster Stelle. "Die Formel 1 verfolgt die aktuellen Vorkommnisse und Entwicklungen in Bahrain mit großem Bedauern, großer Aufmerksamkeit und großer Sorge. Es steht für unser Haus außer jeder Frage, dass die Sicherheit unserer Mitarbeiter über allem steht", sagte der Schwabe.

Gemeinsam mit den zuständigen Stellen werde man "vor den geplanten Tests in zwei Wochen und dem geplanten Saisonauftakt präzise Erkundigungen einholen".

Die Polizei war am frühen Donnerstagmorgen gewaltsam gegen tausende Demonstranten vorgegangen. Dabei wurde der Lulu-Platz in der Hauptstadt Manama mit Gewalt geräumt, während die meisten der rund 6000 Menschen schliefen.

Die Polizisten umstellten den Platz und eröffneten ohne Vorwarnung das Feuer. Mit Schlagstöcken verfolgten sie anschließend die fliehenden Demonstranten.

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