Ausgerechnet der sonst so geschäftstüchtige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat sich von seiner großzügigen Seite gezeigt und Bahrain die 40 Millionen Dollar (ca. 30 Mio. Euro) Ausrichter-Gebühren für das am 13. März in Manama abgesagte Rennen erlassen.

Ursprünglich war vermutet worden, dass das Königreich diese Summe trotzdem tragen müsse, weil das Rennen nicht von Ecclestone, sondern vom Veranstalter gecancelt wurde.

"Niemand konnte diese Entwicklung vor einem Monat absehen", sagte Ecclestone nun im Gespräch mit dem "Daily Telegraph": "Wenn irgendetwas als höhere Gewalt gelten muss, dann sicher das, was zurzeit dort passiert."

Er wolle fair zum Königshaus sein, weil der König schließlich alles versuche, um die Lage in seinem Land wieder in Ordnung zu bringen. "Dabei braucht er keine Leute, die ihm in den Rücken fallen", sagte der 80-jährige Brite.

Er wolle außerdem nicht von politischen Unruhen und den Problemen eines Volkes profitieren. Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass die ursprünglich vom 3. bis 6. März in Bahrain geplanten Formel-1-Testfahrten offiziell für den 8. bis 11. März in Barcelona neu angesetzt sind.

Das Problem dabei ist, dass die klimatischen Bedingungen im März in Spanien nicht vergleichbar mit denen in Bahrain oder Australien sind, wo am 27. März der Saisonauftakt stattfindet. Die Teams können also in Barcelona nicht unter Wettbewerbsbedingungen testen.

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