Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat sich von einer Neuauflage des abgesagten Bahrain-Rennens im Sommer schnell wieder verabschiedet und favorisiert jetzt einen Nachholtermin im November.

"Vergessen Sie den August. Es ist für die Zuschauer zu heiß, bei mehr als 40 Grad auf den Tribünen zu sitzen", sagte der 80-Jährige in einem Interview mit der "BBC", nachdem er erst vor ein paar Tagen selbst eine mögliche Austragung in der dreiwöchigen Sommerpause ins Gespräch gebracht hatte.

Ecclestone blieb allerdings dabei, dass eine Entscheidung über einen möglichen Ersatztermin für den wegen der Unruhen in Bahrain abgesagten Saisonstart möglichst bei einer Sitzung des World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes FIA am kommenden Dienstag fallen soll.

Ecclestone favorisiert jetzt den 20. November, genau eine Woche nach dem eigentlich vorletzten Saisonrennen im benachbarten Abu Dhabi (13. November).

Allerdings müsste der Formel-1-Tross dann innerhalb weniger Tage aus dem Mittleren Osten den weiten Weg nach Südamerika auf sich nehmen, da am 27. November in Sao Paulo das Saisonfinale steigen soll. Im vorigen Jahr hatte der PS-Zirkus in der gleichen kurzen Zeit den umgekehrten Weg von Sao Paulo nach Abu Dhabi genommen.

"Wir werden schauen, was wir machen können", sagte Ecclestone, der eine Rückkehr nach Bahrain von stabilen Verhältnisse im Königreich am Persischen Golf abhängig machte.

"Ich hoffe, dass sich die Dinge friedlich lösen. Wenn in Bahrain Frieden herrscht, werden wir da sein. Dann finden wir einen Weg", sagte Ecclestone.

Ecclestone machte auch Werbung für eine spektakuläre Idee, Rennstrecken künstlich zu bewässern, um die Spannung für die Zuschauer zu erhöhen.

"Wir sind in der Showgeschäft und müssen immer daran denken, wie wir die Zuschauer unterhalten", meinte der Brite: "Ich wäre glücklich, wenn das passieren würde. Wir würden ein Programm haben, dass es irgendwann regnet, vielleicht mehr als einmal. Aber niemand würde vorher wissen, wann genau es regnet."

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