Der gemeinnützige Verein "Ja zum Nürburgring" fordert von den Betreibern von Deutschlands berühmtester Rennstrecke geleistete Zahlungen in Höhe von 1,6 Millionen Euro zurück.

Nach Meinung der vom Verein beauftragten Rechtsanwälte stehe für die private Nürburgring Automotive GmbH eine Gewinnmaximierung um jeden Preis im Fokus, was den einstigen gemeinsamen Zielen der Landesregierung von Rheinland-Pfalz, der Nürburgring GmbH und des Vereins entgegenstehe.

Zudem bereite der Verein eine Beschwerde an die EU-Kommission wegen des Verstoßes gegen europäisches Beihilfe- und Vergaberecht vor.

"Ja zum Nürburgring" habe seinen Beitrag von seinerzeit 6 Millionen DM für den Neubau der Grand-Prix-Strecke in den 80er Jahren und weitere 1,6 Millionen Euro für Sicherheitsmaßnahmen an der Nordschleife nur unter dem gemeinsamen Verständnis geleistet, eine "herausragende Sportstätte in dem strukturschwachen Gebiet der Eifel durch den engen Schulterschluss zwischen öffentlicher Hand und Motorsport zu erhalten."

Dadurch sollten dem professionellen Rennsport und insbesondere dem Breitensport der Zugang zu den Rennstrecken zu angemessenen Konditionen gesichert werden.

Die beauftragten Anwälte sollen nun die näheren Umstände der Durchführung des Projekts "Nürburgring 2009" sowie der Verpachtung der Rennstrecken und weiterer im Umfeld der Strecke errichteter Beherbergungs-, Gastronomie- und Unterhaltungsunternehmungen untersuchen.

Die Anwälte gegen davon aus, dass die Geschäftsgrundlage für das Engagement des Vereins "Ja zum Nürburgring" in mehrfacher Hinsicht schwerwiegend gestört sei und die geleistete Zahlungen zurückgefordert werden könnten.

In der kommenden Woche soll zur Untermauerung dieser Auffassung ein Professorengutachten vorgestellt werden.

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