Trotz eines von 19 der 24 Piloten unterschrieben Briefs wird der verstellbare Heckflügel DRS in Monte Carlo nur im Tunnel und nicht auf der gesamten Strecke verboten sein.

Routinier Rubens Barrichello kritisierte den Automobil-Weltverband FIA, er nehme "Verletzungen in Kauf".

Der deutsche Pilot Timo Glock mahnte: "Ich weiß nicht, warum man ihn nicht ganz weglässt. Das kann böse enden."

Zu den Verweigerern des Heckflügel-Verbots sollen nach übereinstimmenden Medienberichten vor allem Michael Schumacher und Lewis Hamilton gehört haben. Sie hätten dies auch bei der Fahrer-Abstimmung abgelehnt.

"Wem der Einsatz des Flügels zu gefährlich ist, der muss ihn ja nicht einsetzen", sagte Ex-Weltmeister Hamilton.

Das ist für den aktuellen Champion Sebastian Vettel kein Thema: "Wenn du fährst, willst du alles rausholen", erklärte er, übte sich grundsätzlich aber in Diplomatie.

"Ich denke, wir haben eine gute Entscheidung gefunden", meinte er: "Die FIA hat es nicht immer leicht, aber wir haben durch das Verbot im Tunnel einen Hauptpunkt entschärft."

Der Technische Delegierte der FIA, Charlie Whiting hatte erklärt, es gebe "keinerlei Beweise dafür, dass der Einsatz von DRS in Monte Carlo gefährlich ist. Die Technik wurde eingeführt, um das Überholen zu erleichtern. Es wäre pervers, wenn wir auf einer Strecke darauf verzichten würden, auf der das Überholen am schwierigsten ist."

Whiting deutete allerdings an, den Einsatz des Heckflügels kurzfristig noch zu verbieten, wenn er sich im Training als zu gefährlich erweisen würde.

Die Bedenken der Piloten rühren daher, dass der zusätzliche Schub der Strömung durch einen geöffneten Heckflügel in den engen Gassen das Gegenlenken noch gefährlicher macht.

Außerdem sei es gerade hier äußerst wichtig, sich nicht auf allzu viele Knöpfe auf dem Lenkrad konzentrieren zu müssen.

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