In die hitzige Diskussion um einen möglichen Ersatztermin für das ausgefallene Rennen in Bahrain hat sich nun sogar die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) eingeschaltet.

Sie forderte den Automobil-Weltverband FIA und die Teamvereinigung FOTA auf, Bahrain wegen "ernsthafter Menschenrechtsverletzungen" zu meiden.

Angesichts des Ausmaßes der Menschenrechtsverletzungen sollten die internationalen Rennfunktionäre "darüber nachdenken, ob es wirklich angemessen wäre, dieses Jahr ein Formel-1-Event in Bahrain abzuhalten", heiß es.

Das für den 13. März geplante Auftaktrennen war wegen der politischen Unruhen in dem Königreich abgesagt worden.

Bis zum 3. Juni will die FIA über einen Nachholtermin entscheiden, bis zwei Tage zuvor gilt in Bahrain noch der Ausnahme-Zustand. Angeblich sitzt ein Viertel der Streckenmitarbeiter derzeit im Gefängnis.

"Traurigerweise haben ernsthafte Verstöße wie willkürliche Verhaftungen, Isolationshaft und mutmaßliche Folter durch die Behörden in Bahrain schon vor der Ausrufung des Ausnahmezustands Mitte März stattgefunden", erklärte HRW:

"Es gibt daher kaum einen Anlass, daran zu glauben, dass das Ende des Ausnahmezustands am 1. Juni für das bedrohliche menschenrechtliche Klima in Bahrain einen großen Unterschied machen wird."

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