Schockierende Nachrichten aus dem Bahrain: Ein ehemaliger Mitarbeiter des Bahrain-International-Circuit (BIC) hat im "Independent" die menschenrechtlichen Zustände im arabischen Königreich angeprangert.

Der schiitische Mann soll am 7. April in Gewahrsam genommen worden sein, als Sicherheitskräfte die BIC-Büros nach Mitarbeitern absuchten, deren Namen sie auf ihrer Liste hatten. Bereits bei der Verhaftung von insgesamt 24 BIC-Mitarbeitern sollen diese verprügelt und gefesselt worden sein. Bei der Fahrt zur Polizeiwache sollen ihnen zudem die Augen verbunden worden sein.

Den Mitarbeitern wird vorgeworfen, die ursprüngliche Absage des Saisonauftakts im März im Zuge der Proteste gegen das sunnitische Regime zu begrüßen. Der vom "Independent" zitierte BIC-Mitarbeiter wurde wohl zudem zur Aussage gezwungen, er sei insgesamt 20 Mal bei Demonstrationen am Perlenplatz in der Hauptstadt Manama gewesen, obwohl er zunächst betont hatte, dass dies nur zwei Mal der Fall gewesen sei.

Der Mann musste sich wohl nackt ausziehen und wurde angeblich bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen. Außerdem sollen mehr als 20 Menschen auf allerengstem Raum in der Polizeistation gelegen haben. Damit sie nicht schlafen konnten, wurde die Klimaanlage runtergedreht. Das Martyrium soll drei gedauert haben, bevor der Augenzeuge in ein anderes Gefängnis verlegt wurde.

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