Die Formel-1-Teams haben in den anhaltenden Diskussionen um die Austragung des Großen Preises von Bahrain erneut ihren Standpunkt betont, wonach sie in diesem Jahr auf keinen Fall ein Rennen in dem Wüstenstaat bestreiten werden.

Williams-Pilot Rubens Barrichello unterstrich als Präsident der Fahrergewerkschaft GPDA die generelle Haltung aller Teams.

Am Mittwoch hatte bereits Formel-1-Boss Bernie Ecclestone eine Austragung des ursprünglich für den 13. März geplanten Rennens als "unwahrscheinlich" bezeichnet, nachdem die politischen Unruhen im Golfstaat auch nach dem offiziellen Ende des Ausnahmezustandes am 1. Juni nicht nachgelassen haben.

"Hoffentlich kehrt im Land künftig wieder Ruhe ein, sodass wir dorthin zurückkehren können. Aber noch ist es nicht so weit", sagte der 80-Jährige der "BBC".

Erst am vergangenen Freitag hatte die FIA, dem auch Ecclestone angehört, das Rennen in Bahrain für den 30. Oktober neu angesetzt. Der für diesen Termin geplante Große Preis von Indien sollte deshalb auf den 11. Dezember verschoben werden.

Zugleich betonte Ecclestone aber auch, dass der Rennkalender nicht ohne die Zustimmung der Teams geändert werden könne.

Diese wehren sich nun nicht nur gegen eine Austragung des Rennens in Bahrain, sondern zugleich gegen die logistischen Probleme, die eine Neuterminierung des Großen Preises von Indien nach sich ziehen würde. "Wir haben unsere Position dargelegt. Und es gibt nichts mehr zu klären. Es ist einfach zu spät für eine Änderung", sagte Williams-Geschäftsführer Adam Parr.

Eine endgültige FIA-Entscheidung über die Austragung des Großen Preises von Bahrain und eine mögliche Neuterminierung des Indien-Rennens wird an diesem Wochenende im Rahmen des Rennens in Montreal erwartet.

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