Nach einem erneuten "Rambo-Anfall" ist Ex-Weltmeister Lewis Hamilton beim Großen Preis von Montreal frühzeitig ausgeschieden.

Der Brite, vor dem Start WM-Zweiter hinter Sebastian Vettel, kollidierte wenige Sekunden nach dem fliegenden Start direkt mit Vettels Teamkollegen Mark Webber.

Während die Untersuchung der Rennkommission noch lief, rammte Hamilton seinen eigenen Stallrivalen Jenson Button, schied aus und verursachte schon nach neun Runden eine Safety-Car-Phase.

Die Krönung: Während Button entsetzt über den Boxenfunk rief "Was macht der denn da?", versuchte Hamilton mit dem zerstörten Auto noch in die Box zu fahren.

Nach dem Aus wurde der Brite von der Rennkommission im "Fall Webber" frei gesprochen, für den Crash mit Button und für zu schnelles Fahren unter Safety-Car-Bedingungen drohte ihm aber dennoch Ungemach.

Im Red-Bull-Team wurde Hamilton nach dem Crash mit Webber heftig kritisiert. "Er scheint in keiner guten Situation zu sein. Er versucht es zu stark und übertreibt ein bisschen. Vielleicht braucht er einfach ein bisschen Abstand", sagte Teamchef Christian Horner.

Webber erklärte: "Ich wollte ihm etwas Raum machen, aber das war nicht genug für ihn. Da macht er so früh schon solche Geschichten, da fragst du dich, warum wartet der nicht noch drei, vier Kurven."

Bereits beim letzten Rennen in Monte Carlo hatte Hamilton für Aufsehen gesorgt, als er gleich drei Rivalen gerammt und anschließend noch Verschwörungstheorien geäußert hatte ("Vielleicht weil ich schwarz bin").

Durch mehrere Entschuldigungen war der McLaren-Pilot einer nachträglichen Strafe entgangen.

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