Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone hat Hoffnungen auf einen Fortbestand der Königsklasse am Nürburgring geweckt.

"Ich werde mein Bestes geben, damit wir hier bleiben", sagte Ecclestone am Rande des Deutschland-Grand-Prix im Gespräch mit der "Rhein-Zeitung".

Ecclestone fordert von den Ausrichtern eines Formel-1-Rennens 20 Millionen Euro Antrittsgeld und sämtliche Werbe- und TV-Rechte.

Der Kurs in der Eifel macht mit dem Grand Prix indes 13 Millionen Euro Verlust. Die Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke (Die Grünen), will die Veranstaltung daher nach Auslaufen des Vertrages in diesem Jahr nicht mehr mit öffentlichen Geldern unterstützen.

In der Diskussion ist ein neuer Vertrag für die Rennstrecke, allerdings zu moderateren Bedingungen, wie sie zuletzt auch die andere deutsche Grand-Prix-Strecke in Hockenheim erhalten hatte.

Ecclestone behauptet: "Bislang ist von der Landesregierung niemand zu Gesprächen auf mich zugekommen." Zugleich betonte der Engländer aber: "Der deutsche Markt ist für die Formel 1 sehr wichtig."

Zur Frage eines möglichen Kostenmodells hält sich der 80-Jährige zurück, gibt grundsätzlich aber positiv. "Wie kann ich einen Rabatt geben, wenn noch gar kein Vertrag besteht?, meinte Ecclestone: "Es ist zu früh darüber zu sprechen, aber ich bin mir sicher, dass uns etwas einfallen wird."

Das F1-Oberhaupt verwies auf das Beispiel des Ungarn-GP, wo er zunächst den Basissatz um zehn Prozent gesenkt, später schrittweise aber wieder erhöht hatte. Er sei offen für neue Verhandlungen, "und dabei gibt es nichts, worüber wir nicht reden können".

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