Die Hoffnungen auf eine langfristige Zukunft des Nürburgringrings als Formel-1-Standort haben einen Dämpfer erhalten.

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke sieht in der Königsklasse des Motorsports auf Dauer "kein Zukunftskonzept". Die Grünen-Politikerin meinte in Trier: "Langfristig ist es nicht das Ziel, die Formel 1 zu halten, sondern wir wollen andere Formen, neue zukunftsweisende Wege beschreiten."

In Richtung des Formel-1-Vermarkters Bernie Ecclestone erneuerte sie die Forderung der Landesregierung, für den Grand Prix einen deutlich geringeren Betrag bereitzustellen als bisher.

"Was die Summe für das nächste Rennen betrifft, muss eben ganz unten verhandelt werden, ganz weit unten", sagte Lemke, ohne einen konkreten Preis zu nennen. Für den Großen Preis von Deutschland kalkuliert die rot-grüne Regierung in Mainz mit einem Minus von 13,5 Millionen Euro.

Daher forderte die Politikerin, dass die Zuschüsse des Landes stark zurückgefahren werden sollten.

Ministerpräsident Kurt Beck zeigte sich dagegen zuversichtlich, einen neuen Vertrag mit Ecclestone abschließen zu können.

Der Formel-1-Boss selbst hatte bereits angekündigt, finanzielle Zugeständnisse machen zu wollen, auch wenn er zur Not auch auf ein deutschen Grand Prix verzichten könne.

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