Die Ursache für Michael Schumachers Unfall im Qualifying zum Großen Preis von Belgien ist offenbar gefunden.

In der Belgien-Quali hatte sich bei Schumi bereits nach 67 Sekunden das rechte Hinterrad gelöst und Schumacher, der die Kontrolle über sein Auto verloren hatte, war in die Begrenzungsmauer gekracht.

Nach Angaben des Mercedes-Teams ist dem 42-Jährigen eine überdrehte Radmutter zum Verhängnis geworden.

Beim Befestigen des Rades wurde die Mutter nicht ordnungsgemäß montiert, dadurch sei das Gewinde beschädigt worden, hieß es von Seiten des Rennstalls, eine Lockerung des Rades sei wegen der hohen Kräfte die beim Bremsen und in den Kurven wirken die logische Folge.

Fragen bleiben dennoch: Normalerweise darf sich das Rad auch in diesem Fall nicht vom Auto lösen.

"Es gibt einen Sperrmechanismus", erläuterte Teamchef Ross Brawn. "Wir hatten im letzten Jahr ein paar Probleme damit, aber mit dem neuen System gab es bisher noch keine Probleme. Wir haben das System mit unseren DTM-Teams entwickelt. Es muss eine Erklärung dafür geben und ich bin sicher, dass wir sie finden."

Schumacher selbst, der im Rennen vom letzten Startplatz startet, nahm den Zwischenfall dennoch gelassen: "Es gibt Dinge, die man einfach nicht ändern kann. So etwas kann immer passieren. Ich kann niemandem die Schuld geben."

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