Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen den früheren rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel und den früheren Nürburgring-Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz Anklage wegen des Verdachts der Untreue erhoben.

Die Vorwürfe beziehen sich auf Vorfälle bezüglich der Finanzierung des Nürburgring-Umbaus von 2007 bis 2009.

"Das Strafgesetzbuch sieht für die angeklagten Taten eine Geldstrafe bzw. eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren je Tat vor, bei Untreue in einem besonders schweren Fall von sechs Monaten bis zu zehn Jahren", erklärte Oberstaatsanwalt Hans-Peter Gandner am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Ein Termin für die Verhandlung vor dem Landgericht Koblenz steht noch nicht fest.

Neben Deubel, der 2009 zurückgetreten war, und Kafitz werden noch zwei weitere Mitarbeiter der Nürburgring GmbH der Untreue bezichtigt, ein früherer Geschäftsführer der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz GmbH (ISB GmbH) und einen Geschäftsführer der Rheinland-Pfälzischen Gesellschaft für Immobilien und Projektmanagement GmbH (RIM GmbH) wurden wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt.

Der Nürburgring ist ohnehin in den Schlagzeilen, weil die Landesregierung kürzlich den noch bis 2040 laufenden Pachtvertrag mit der Nürburgring Automotive GmbH (NAG) mit sofortiger Wirkung gekündigt hat. Die NAG will dagegen juristisch vorgehen.

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