Im Streit um die Zukunft des Nurbürgrings hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck den bisherigen Pächtern offenbar einen Kompromiss vorgeschlagen.

"Ich biete hier an, dass wir bereit sind, uns mit den Pächtern, der Betreibergesellschaft, gütlich zu verständigen", soll Beck nach Angaben der "Rhein-Zeitung" im Mainzer Landtag gesagt haben.

Er biete an, "einen Sondervertrag im Bereich Hotel und im Bereich dieses Ferienparks weiter zu erfüllen".

Für alle anderen Bereiche sei man aber auf der Suche nach einem neuen Pächter. "Wenn das barsch zurückgewiesen wird, dann bleibt uns nur der Rechtsweg", wird Beck zitiert.

Vor zweieinhalb Wochen war der eigentlich noch bis 2040 laufende Pachtvertrag mit der Nürburgring Automotive GmbH (NAG), die für den Betrieb der Traditionsrennstrecke und des defizitären Freizeitparks zuständig war, durch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz außerordentlich gekündigt worden.

Die NAG hatte erklärt, dies nicht hinnehmen zu wollen, und juristische Schritte angekündigt.

Die ungeklärte Pächtersituation gefährdet auch das geplante Formel-1-Rennen 2013 in der Eifel. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte sich grundsätzlich kompromissbereit gezeigt, aber auch gemahnt, zügig einen neuen Pächter zu präsentieren.

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