Nach der für beide Seiten ärgerlichen Technik-Diskussion im "Fall Red Bull" werden die technischen Vorgaben im Formel-1-Regelwerk offenbar präzisiert.
"Ich bin mir sicher, es wird eine Debatte darüber geben", sagte Christian Horner, Teamchef im Rennstall von Weltmeister Sebastian Vettel.
Horner berichtete: "Passenderweise gibt es zu Wochenbeginn ein Treffen der technischen Arbeitsgruppe, und das wird ohne Zweifel auf der Tagesordnung stehen. Es könnte weitere technische Direktiven geben, die dazu entworfen sind, die Regeln noch weiter klarzustellen."
Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali erklärte dagegen durch die Blume, er fühle sich als Red-Bull-Rivale vom Automobil-Weltverband FIA im Stich gelassen. "Ich muss mich auf die Regelhüter verlassen können", sagte er.
Und Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn sagte zu "Motorsport-Magazin.com": "Das Problem ist, dass die Fans ab einem gewissen Punkt nicht mehr verstehen, wie ein Auto einmal legal und dann wieder illegal sein kann. Es muss unser Ziel sein, dass wir den Sport klarer und verständlicher machen."
Für Horner ist das Reglement nicht unklar. Red Bull wusste offenbar genau, dass sie sich in der Grauzone bewegen, aber auf der sicheren Seite.
"Die Regeln sind eindeutig, entweder ist man drin oder draußen. Es kann nicht ein bisschen drin oder ein bisschen draußen geben", meinte er.
Am Sonntagmorgen, vier Stunden vor Vettels Heimrennen, hatte der Technische Delegierte der FIA, Jo Bauer, per Mitteilung erklärte, dass der RB8 seiner Meinung nach gegen das Regelwerk verstoße.
Bauer fand aber bei den Rennkommissaren keine Zustimmung. Die technischen Kniffe der "Bullen" waren aber offenbar wegen nicht klar genug formulierter Regeln nicht zu bestrafen.
