Promoter Bernie Ecclestone (82) reagiert zunehmend gereizt auf die anhaltende Kritik an der Austragung des umstrittenen Grand Prix von Bahrain. Er könne trotz der anhaltenden Demonstrationen für mehr Demokratie und Menschenrechte in dem autoritären Golf-Staat keine Probleme erkennen.

"Ich frage Euch: Ihr schreibt ja über den Müll", sagte der Brite vor Journalisten in Sakhir: "Jeder, der wirklich über Menschenrechte reden möchte, sollte vielleicht mal nach Syrien gehen." In dem Land tobt seit Monaten ein Bürgerkrieg.

Schon zuvor hatten Ecclestone und Jean Todt (67), Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, mitgeteilt, dass sie trotz der Proteste an dem Rennen festhalten.

In einem gemeinsamen Statement brachten sie ihre "Überzeugung zum Ausdruck, dass der Grand Prix von Bahrain dieses Wochenende wie geplant stattfinden sollte", nachdem der lokale Veranstalter und die Behörden "die Sicherheit für alle Beteiligten garantiert" habe.

Ecclestone und Todt "glauben fest daran, dass der Sport oftmals Gutes bewirken kann und die Austragung des Rennens dabei helfen wird, einige der Probleme, die in den Medien aufkamen, zu lösen." Ecclestone soll rund 40 Millionen Dollar Antrittsgage für das Rennen erhalten.

Unterdessen halten die Proteste in Bahrain an. In der Nacht zu Freitag kam es auf den Straßen der Hauptstadt Manama und in anderen Orten erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Oppositionellen und der Polizei.

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