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Aus in Runde 10: Michael Schumacher klettert aus seinem Mercedes © getty

Michael Schumacher nimmt seinen Nuller in Malaysia erstaunlich gelassen. Im Interview spricht er über den K.o. in Runde zehn.

Malaysia - Was für ein bitterer Grand Prix für Michael Schumacher (220861Die Bilder des Rennens). Nach einem starken Start in Malaysia macht der Mercedes-Renner in der zehnten Runde schlapp, Schumi scheidet auf Position sechs liegend sang- und klanglos aus. (BERICHT: Vettel triumphiert bei Schumis Ausfall)

Im Interview spricht der Formel-1-Rückkehrer über den Defekt und seine Ursachen. Von Frust ist beim Mercedes-Star allerdings wenig zu spüren.

Frage: Sie sind vorzeitig ausgerollt. Was war das Problem?

Michael Schumacher: In Kurve sechs wurde das Auto plötzlich sehr instabil, ließ sich kaum noch lenken. Nachdem ich ausgerollt war, habe ich mir das natürlich angeschaut und festgestellt, dass die Radmutter weg war. Ich habe keinen Vortrieb mehr gehabt und hatte erst gedacht, die Aufhängung wäre vielleicht kaputt. Aber das war es dann doch nicht.

Frage: Wie kann so etwas passieren?

Schumacher: Ich weiß es nicht, das ist sehr ungewöhnlich. Wir haben eine Menge Testkilometer absolviert und keine Probleme gehabt. Jetzt kommen sicher gleich Vermutungen auf, meinem Kollegen Sebastian Vettel ist das in Melbourne auch passiert. Ich weiß nicht, ob es da Zusammenhänge gibt, das würde mich aber wundern. Aber wir werden es sicher irgendwann rausfinden.

Frage: Platz sechs, Platz zehn und jetzt der Ausfall: Haben Sie sich Ihre Rückkehr so schwer vorgestellt?

Schumacher: Um ehrlich zu sein, ich bin eigentlich voll im Fahrplan - von meiner Sicht aus. Das Auto ist nicht ganz im Fahrplan, das hätten wir uns natürlich anders gewünscht. Aber es ist jetzt auch nicht so weit weg, Nico Rosberg konnte das Tempo von Sebastian Vettel und Mark Webber halbwegs mitgehen. Und es kommen noch einige gute Sachen für uns.

Frage: Kann Sie im Moment überhaupt irgendetwas aus der Ruhe bringen?

Schumacher: Auch diese Dinge gehören zum Motorsport dazu, die habe ich früher auch schon mitbekommen. Man kann sich darüber ärgern, man kann aber auch gelassen reagieren, sagen: 'Das gehört zum Spiel dazu', und nach vorne schauen. Das ist eher das, was ich im Moment fühle.

Frage: Was ist Ihr Ziel für das nächste Rennen?

Schumacher: Hoffentlich besser dazustehen.

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