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Sebastian Vettels Vertrag bei Red Bull läuft noch bis Ende 2011 © getty

Weltmeister Sebastian Vettel spricht im Interview über die wechselhafte Saison und seine Gefühle beim großen Finale.

München - Sebastian Vettel musste sich sammeln, ehe er zur Welt sprach nach seinem Titel-Coup von Abu Dhabi.

Im letzten Rennen des Jahres hatte der Deutsche zum allerersten Mal die WM-Führung erobert und sich so zum jüngsten Champion aller Zeiten gekürt (DATENCENTER: Rennergebnis).

Danach ging es über einen emotionalen Zwischenstopp bei den ersten Feierlichkeiten auf dem Podium zur internationalen Pressekonferenz 312220(Die Bilder des Rennens).

Im Interview spricht der 23-jährige Heppenheimer über die wechselhafte Saison und seine Gefühle beim großen Finale (Stimmen zu Vettels Triumph).

Frage: Herr Vettel, Sie haben nur einmal in der ganzen Saison die WM-Wertung angeführt: Am Ende!

Sebastian Vettel: Ich bin noch ein bisschen sprachlos. Einfach unglaublich. Die Saison war für mich und für uns alle hart, physisch und mental. Aber ich hatte den Glauben an mich selbst und versucht, den Druck von mir zu nehmen. Das Auto war heute phänomenal. Es ist ein Traum. Einmal im ganzen Jahr in Führung zu sein, ganz am Ende, ist etwas ganz besonderes.

Frage: Wie waren Ihre Gefühle bei der Zieldurchfahrt?

Vettel: Ehrlich gesagt, als ich über die Linie gefahren bin, wusste ich erst noch gar nicht, ob es gereicht hat, was wir abgeliefert haben. Ich hatte nichts gesehen, wollte mich ganz auf mich konzentrieren. Mein Ingenieur sagte mir, es sieht ganz gut aus. Da hatte ich mich erst gewundert. Aber dann kam die Nachricht: Wir sind Weltmeister. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das fühlt sich alles noch so an, als ob es gar nicht passiert ist.

Frage: Und wie ging es Ihnen ein paar Minuten später?

Vettel: Ich habe mich ziemlich leer geführt. Am Samstagabend bin ich mit einem guten Gefühl ins Bett gegangen. Mit dem Einschlafen hat es zwar ein bisschen gedauert, dann aber doch geklappt. Red Bull hat mir eben Flügel verliehen. Ich bin überglücklich. Danke an Dietrich Mateschitz, Helmut Marko, Thomas Morgenstern von Red Bull, danke an die Leute von ganz früher aus der Kart-Zeit. Danke an meine Eltern, ein Gruß an meine Großeltern, an meine Familie, an meine Freundin und an ihre Familie.

Frage: Sie hatten spätestens nach dem Ausfall in Südkorea die WM eigentlich schon verloren ...

Vettel: Es war eine unglaublich enge, eine extrem intensive Saison. Ich weiß nicht, wie viele Leader es in diesem Jahr gab, einige waren zwischendurch schon abgeschrieben, wie Fernando oder Lewis. Ich glaube, wir alle können ein Lied davon singen, wo wir bessere Positionen verloren haben.

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